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Jubiläum

29.03.2019

Dank für aufopferungsvolle Arbeit

Der Krankenpflegeverein Dillingen feiert das 100-jährige Bestehen. Gegenwärtig kümmern sich 36 Pflegekräfte um 490 Patienten – nicht nur in der Kreisstadt

Mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Ulrich zum 100-jährigen Bestehen gedachte der Verein für Ambulante Krankenpflege Dillingen der verstorbenen Vereinsmitglieder und der zahlreichen Schwestern der Franziskanerinnen, die mit der jahrzehntelangen Pflege der Kranken und Hilfsbedürftigen ihre gelebte Nächstenliebe zeigten. In der anschließenden Mitgliederversammlung würdigte Oberbürgermeister Frank Kunz die hervorragende Arbeit des Krankenpflegevereins und der Sozialstation für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und dankte für ihr großes Engagement bei der aufopferungsvollen Arbeit.

Der Zweite Vorsitzende Andreas Schamberger erinnerte an die Gründung des Vereins vor 100 Jahren am 23. März 1919. Zwar hatte die Stadt Dillingen bereits seit dem Jahr 1888 eine ambulante Krankenpflege besessen, die von Schwestern aus dem Mutterhaus Mallersdorf versehen wurde, doch im Laufe der Zeit seien die Schwestern wegen fortschreitender Bedürfnisse sowie aus personellen Gründen überfordert gewesen. Ausschlaggebend für die Vereinsgründung war dann, dass der Orden der Franziskanerinnen vier Schwestern zur Verfügung stellte. Bei dem neuen Verein handelte es sich nach den Worten von Schamberger nicht nur um die Krankenpflege im engeren Sinne, sondern auch um die Hauspflege in den Fällen, wo eine Hilfe für den Haushalt nötig war.

Stellvertretend für die vielen Schwestern, die jahrzehntelang in der Kranken- und Hauspflege arbeiten, erinnerte Schamberger an Konrada Bredel, die ab 1951 über 40 Jahre lang liebevoll die Kranken versorgte. Als Vorsitzende fungierten neben dem Gründer Obermedizinalrat Dr. Josef Schmitt, die Stadtpfarrer Franz Xaver Högel, Josef Ranz, Josef Dippel, Georg Höß, Gottfried Fellner und ab 2012 Wolfgang Schneck.

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Ein bedeutender Einschnitt war die Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Ökumenische Sozialstation“ im Jahre 1978 durch die Krankenpflegevereine Dillingen, Lauingen und Haunsheim. Im Laufe der Jahre traten dieser Arbeitsgemeinschaft sämtliche elf Krankenpflegevereine des Landkreises bei, sodass im März 1984 unter der Trägerschaft dieser Vereine die „Ökumenische Sozialstation im Landkreis Dillingen“ entstanden ist.

Zum heutigen Vereinsgebiet des Dillinger Vereins gehören neben der Stadt Dillingen, der Markt Aislingen und die Gemeinden Holzheim und Glött. Zurzeit versorgen in diesem Bereich 36 Pflegekräfte 490 Patienten.

Einen Überblick über die Arbeit der Ökumenischen Sozialstation im Landkreis Dillingen gab die Geschäftsführerin Doris Hitzler. Danach seien von den 80 Pflegekräften im vergangenen Jahr 840 Patienten versorgt worden. Durch die steigende Zahl der Pflegebedürftigen wird der Personalnotstand immer deutlicher spürbar. Nach dem Rechenschaftsbericht Schambergers konnten im abgelaufenen Jahr der Sozialstation aus den Mitgliedsbeiträgen 2800 Euro zur Verfügung gestellt werden. Mit 1000 Euro wurde die wertvolle ehrenamtliche Arbeit des Hospizdienstes unterstützt.

Zum Abschluss zitierte Andreas Schamberger aus dem Hirtenwort zur österlichen Busszeit 2019 von Bischof Konrad Zdarsa: „Sind unsere christlichen Sozialstationen nur Bausteine einer allgemeinen staatlichen Sozialversorgung oder nicht vor allem Kontakt- und Pflegezentren für viele, die krank und hilfsbedürftig sind? Zusammen mit den vielfältigen Diensten und Einrichtungen der Caritas sind unsere Pfarrgemeinden von größter Bedeutung für die Entwicklung einer menschlichen, solidarischen und am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft.“ (pm)

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