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Landkreis Dillingen

05.09.2019

Darum heulen heute um 11 Uhr die Sirenen in Dillingen

In Lauingen, Gundelfingen, Höchstädt, Dillingen, Wertingen und allen anderen Kommunen des Landkreises Dillingen heulen am 12.9.19 die Sirenen.
Bild: Roland Weihrauch, dpa (Archiv)

Bayernweit findet ein Probealarm statt – die Menschen im Landkreis Dillingen sollten das Signal eigentlich gut kennen. Was die Sirenen im Ernstfall bedeuten.

Um 11 Uhr geht es los. Dann wird am Donnerstag für eine Minute ein Heulton zu hören sein, auf und abschwellend. Eigentlich soll dieser Ton die Bürger vor einer schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit warnen. Dann gilt: In geschlossene Räume begeben, Radio oder Fernseher einschalten. Wenn am Donnerstagvormittag der Ton erklingt, gibt es aber keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil. Ist der Ton zu hören, heißt das, dass alles funktioniert.

Wie der Ton, der vor einer Gefahr für die Bevölkerung warnt, genau klingt, können Sie sich hier anhören

Am 12.9.19 heulen die Sirenen auch im Landkreis Dillingen

Im Landkreis Dillingen wird – wie in weiten Teilen Bayerns – die das Sirenenwarnsystem geprobt. Der Probealarm dient dazu, die Funktionsfähigkeit der Sirenen zu überprüfen und die Bevölkerung auf die Bedeutung des Signals hinzuweisen. „Eigentlich müsste die Bevölkerung bei uns wissen, welcher Ton was bedeutet“, sagt Kreisbrandrat Frank Schmidt. Denn einen Sirenentest gibt es im Landkreis immer am ersten Samstag des Monats. Im monatlichen Wechsel wird das Signal für die Feuerwehren (eine Minute Dauerton, zweimal unterbrochen) und der Gefahr-Ton geprobt.

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Den Ton, der die Einsatzkräfte der Feuerwehr alarmieren soll, können Sie sich hier anhören.

„Das machen wir schon viele, viele Jahre so“, hat bereits beim Sirenentest vor einigen Monaten Peter Bohmann vom Landratsamt erklärt, er ist zuständig für den Katastrophenschutz. Der zusätzliche, bayernweite Test am Donnerstag, 12.9.19, habe den Hintergrund, dass die Voraussetzungen im Land unterschiedlich sind und nicht überall gleich getestet wird. Viele Sirenen in Bayern können zudem nur den Feuerwehr-Ton, der Gefahr-Ton ist nicht vorgesehen. Der ist nur in der Nähe bestimmter Betriebe verpflichtend. Im Landkreis Dillingen können alle Sirenen beide Töne – auch wegen des Atomkraftwerkes im Nachbarlandkreis.

Dass durch den Test eine defekte Sirene entdeckt wird, komme vor, wenn auch selten, erklärt Schmidt. Die Technik aus den 50er und 60er Jahren sei robust und darauf ausgerichtet, Wind und Wetter standzuhalten. Bohmann erklärt, dass sich die Feuerwehren im Fall einer kaputten Sirene an ihre Kommune wenden – die ist für die Sirene zuständig.

Es heulen nicht nur die Sirenen im Landkreis Dillingen

Und was ist eigentlich, wenn um Punkt 11 Uhr ein echter Feuerwehreinsatz nötig wäre? Der Kreisbrandrat erklärte beim letzten Test, dass der Probealarm ohnehin nur sehr kurz dauert. Anders als beim Feuerwehrsirenen-Test müssen die Anlagen nicht einzeln angesteuert werden, stattdessen wird der Alarm für einen ganzen Sektor ausgelöst – die Leitstelle ist also nur ganz kurz blockiert. Und der Feuerwehrton unterscheidet sich ja vom Gefahr-Ton. Müsste man tatsächlich zeitgleich die Feuerwehr alarmieren, würde der Probealarm abgebrochen und der andere Ton würde erklingen. „Die Feuerwehr muss dann aufpassen“, räumte Schmidt ein. Die Sirene ist außerdem nur einer der Wege, über die Ehrenamtlichen im Notfall alarmiert werden, die meisten Wehren haben zusätzlich eine Handyalarmierung. Dass ein Haus abbrennt, weil die Truppe von einem Test ausgeht, ist also ausgeschlossen.

Auch die App NINA wird am 12.9.19 getestet

Wäre der Gefahr-Ton echt, sollten die Bürger Radio und Fernseher einschalten, um weitere Informationen zu bekommen. Seit 2017 gibt es noch ein weiteres Angebot, das in solchen Situationen helfen soll. „Heutzutage hat ja fast jeder ein Smartphone“, erklärte Bohmann. Dementsprechen wird die Bevölkerung im Notfall neben dem Sirenensignal auch über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App, kurz „NINA“, informiert. Auch diese App wird am Donnerstag getestet. Infos zum Download stehen auf den Internetseiten des Landkreises (www.landkreis-dillingen.de) und des Bayerischen Innenministeriums (www.innenministerium.bayern.de) zur Verfügung. (mit pm)

Hier lesen Sie unseren überregionalen Artikel zum Sirenenalarm: Warum heulen am Donnerstag, 12.9.19, in Bayern die Sirenen?

Lesen Sie auch:

Sirenen-Alarm: Das müssen Sie im Katastrophenfall wissen

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