1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Das Baugebiet „Unterfeld“ kommt

Stadtrat

13.11.2019

Das Baugebiet „Unterfeld“ kommt

In mindestens zwei Bauabschnitten sollen in Höchstädt 48 Bauplätze entstehen. Doch es müssen noch viele Gespräche geführt werden

In Höchstädt können 48 neue Bauplätze geschaffen werden. Sie liegen in Richtung Deisenhofen, die Umsetzung wird, je nachdem, wie hoch die Nachfrage ist, in mindestens zwei Bauabschnitten erfolgen. Mit einer Gegenstimme verabschiedete der Stadtrat am Montag die Aufstellung des Bebauungsplans „Unterfeld“ und die Änderung des entsprechenden Flächennutzungs- und Landschaftsplans. Im Vorfeld ging das Gremium sämtliche Einwände während der öffentlichen Auslegung durch.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Stadtbaumeister Thomas Wanner erläuterte: „Das Landratsamt wird nun beauftragt, den Flächennutzungsplan zu ändern, das kann zwischen acht Wochen und drei Monaten dauern, bis es rechtskräftig wird.“ Eine enge Abstimmung mit den Anliegern wird erfolgen, versprach Wanner nach einer sachlichen Diskussion. Einwände hatte das Sachgebiet Naturschutz am Landratsamt. Unter anderem akzeptiert es die Ausgleichsfläche mitten im Baugebiet nur, wenn ein Erhaltungsziel definiert wird und eine regelmäßige Kontrolle erfolgt. Sie wird als Grünfläche mit einer Hecken- und Baumstruktur festgelegt, in enger Abstimmung mit dem Sachgebiet Naturschutz, erläuterte Wanner auf Nachfrage von Wolfgang Konle, was das Erhaltungsziel sei. Reinhard Kunzmann wollte wissen, ob für alle Grundstücke festgelegt wäre, dass der Bewuchs zurückgeschnitten werden dürfe. Hier gelte laut Wanner, dass Grundstücke im Zuge des Nachbarrechts nicht beeinträchtigt werden dürfen und, falls nötig, ein regelmäßiger Rückschnitt erfolgen müsse. Bürgermeister Gerrit Maneth erklärte, dass bei der Bepflanzung durch die Stadt geschaut werde, welche Pflanzen geeignet sind, weil sie nicht wuchern. Günter Ballis meinte, dass die Kommune die Bepflanzung durchaus ordentlich mache. Aber: „Privatleute machen oft unmögliche Sachen, sie pflanzen Bäume und Sträucher an, die es bei uns nicht gibt. Das macht eine Siedlung nicht liebenswert.“ Der Bauernverband und ein Bürger monierten beispielsweise, dass ein Feldweg an der Grenze zum Baugebiet endet und am Rand einer landwirtschaftlichen Fläche eine Begrünung entsteht. Wanner erklärte, dass die Feldwege über die Erschließungsstraße miteinander verbunden wären und von Süden und Westen her alle Feldwegnetze genutzt werden könnten.

Johann Jall war der Meinung, dass Feldwege und Asphaltstraßen getrennt werden müssten. Wenn Dreck in die Siedlung getragen werde, wäre Ärger vorprogrammiert, stimmte ihm Dritter Bürgermeister Hans Mesch zu. Wegen der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen meinte Wanner, dass in weiteren Gesprächen sicher eine gemeinsame Lösung gefunden werde. Ein Bürger forderte unter anderem, dass bei weiteren Grundstücken, die wie seines in Ortsrandlage sind, dieselben Vorgaben gelten müssten. Bei ihm sei nur eine eingeschossige Bauweise mit Dachgeschoss zulässig, im neuen Baugebiet dürften zwei Geschosse realisiert werden.

Laut Stadtbaumeister Wanner habe sich die Ortsrandlage durch die geplante Bebauung verschoben. Außerdem würde durch die öffentliche Grünfläche, die an das betroffene Grundstück angrenze, ein ausreichender Abstand zwischen den unterschiedlichen Bebauungen geschaffen, weshalb ein harmonischer Übergang zum Baugebiet „Dreifaltigkeit“ erfolge. Deshalb werde der Einspruch nicht weiterverfolgt. Die Prüfung einer weiteren Forderung, die Ausgleichsflächen zu erweitern, wäre zu einem früheren Zeitpunkt möglich gewesen. Jetzt würde es das Verfahren verzögern.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren