1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Das Baugebiet Wiesfeld in Bergheim kann kommen

Mödingen

09.04.2019

Das Baugebiet Wiesfeld in Bergheim kann kommen

Bürgermeister Walter Joas hat den Haushalt von Mödingen vorgestellt.
Bild: Gisela Ott (Archiv)

Bürgermeister Walter Joas ist mit dem Mödinger Haushalt zufrieden: Was nötig ist, kann bezahlt werden, erklärt er. Und Luxusansprüche habe man ohnehin nicht.

Mödingens Bürgermeister Walter Joas zeigt sich zufrieden mit dem Haushalt 2019 seiner Gemeinde. „Die Aufgaben, die wir erledigen müssen, können wir erledigen“, sagt er. Und Luxusansprüche habe man ohnehin nicht.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Das aktuell größte Projekt der Egaugemeinde ist die Erschließung des neuen Baugebietes Wiesfeld in Bergheim. 15 neue Bauplätze sollen in dem Ortsteil entstehen. Zeit wird es, erklärt der Bürgermeister, denn den letzten Bauplatz des Baugebietes Bachäcker hat die Gemeinde Anfang des Jahres verkauft. „Und Nachfragen sind jede Menge da.“ Also sei man in Zugzwang, um die Jungen im Dorf halten zu können. 830.000 Euro sind dafür 2019 eingeplant, weitere 470.000 Euro für 2020. Beginnen sollen die Arbeiten im Laufe der nächsten Wochen. Die Erschließung soll dann im Herbst abgeschlossen sein. Dann werde über das Amtsblatt auch die Bevölkerung darüber informiert, dass man sich bis zu einer Frist um ein Grundstück bewerben kann. Es gelten die gleichen Regeln für alle, damit sich keiner vorab ein besonders begehrtes Grundstück sichern kann. „Das ist denke ich das Fairste für alle“, sagt Joas.

Das sind die größten Projekte im Mödinger Haushalt

Ebenfalls große Projekte für die nächsten Jahre sind die geplanten Radwege nach Mörslingen und Ziertheim. Für zweiteren stehen für das laufende Jahr 20.000 Euro für die Planung zur Verfügung. Umgesetzt werden sollen die Projekte in den Jahren 2020 und 2021. Die Feuerwehr bekommt außerdem ein neues Löschfahrzeug – für dieses Jahr sind 70.000 Euro eingeplant, der größere Teil, 150.000 Euro, fällt dann 2020 an. „Das alte Fahrzeug wird heuer 30 Jahre alt“, erklärt Joas. Für das Fahrzeug wird es eine Förderung geben, eingeplant sind 51.500 Euro. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung schlägt 2019 mit 90.000 Euro zur Buche, 60.000 Euro sind im Bereich Abwasserbeseitigung eingeplant. Die teilen sich je zur Hälfte auf Kanal-Neuanschlüsse und auf einen neuen Wasserrechtsbescheid auf. Der Breitbandausbau kommt erst 2020 auf Mödingen zu. Dann werden 100.000 Euro eingeplant, 80.000 Euro davon sind Zuschüsse. Außerdem stellt die Gemeinde Geld bereit für den Fall, dass sich die Möglichkeit ergibt, Grundstücke zu erwerben. Für unbebaute Flächen stehen 100.000 Euro, für bebaute 200.000 Euro zur Verfügung. Ein weiterer großer Kostenpunkt ist der interkommunale Bauhof, den Mödingen seit April 2018 mit den VG-Gemeinden Ziertheim und Wittislingen betreibt. 166.500 Euro sind für 2019 vorgesehen. Die tatsächlichen Kosten werden am Ende des Jahres abgerechnet. Die Kostenschätzung für April bis Dezember 2018 erwies sich als sehr genau.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Um das Haushaltjahr 2019 zu finanzieren, ist ein Kredit von 300.000 Euro vorgesehen. Außerdem ist eine Entnahme aus den Rücklagen von 586.000 Euro geplant. Die Kommune will ihre Rücklagen, für die es aktuell kaum Zinsen gibt, verringern. Das war eigentlich auch 2018 geplant – stattdessen wurden die Rücklagen aber um 500.000 Euro erhöht. Einige Posten waren letztendlich günstiger als geplant gewesen, außerdem wurden einige Projekte ins neue Jahr verschoben – für die man jetzt das zurückgelegte Geld verwendet. Wenn Kredit und Rücklagenentnahme 2019 ausgeschöpft werden, hat Mödingen noch 983.000 Euro auf der hohen Kante, dem stehen dann Schulden von 987.000 Euro gegenüber.

Ein Haushalt zwischen "entspannt" und "angespannt"

Bürgermeister Joas bezeichnet das laufende Haushaltsjahr als „entspannt“, weist aber darauf hin, dass andere Jahre kommen werden. Und das Landratsamt werde in seiner Bewertung wieder erklären, die Haushaltslage sei als angespannt zu betrachten. Das liegt weniger am laufenden Jahr, sondern an der generellen Entwicklung und den vergleichsweise geringen Einnahmen. Seit 2016 ist die Gewerbesteuer in Mödingen zurückgegangen. Insgesamt liegt die Steuerkraft in der Kommune mit 720 Euro pro Einwohner deutlich unter dem Landkreisdurchschnitt von 1116 Euro.

Einen großen Auftrag im Gemeinderat vergeben

In der Ratssitzung am Montagabend warnt auch Gemeinderat Sebastian Graf davor, dass der Haushalt in den nächsten Jahren unangenehmer werde. So könnten etwa die geplanten Radwege deutlich teurer als angesetzt werden. Der Gemeinderat beschließt in der Sitzung den Haushaltsplan einstimmig.

Danach vergibt der Gemeinderat gleich einen Auftrag in einer Größenordnung, wie es in Mödingen nur selten vorkommt: Für die Erschließung des Baugebietes Wiesfeld wurde eine Firma gefunden. 891.000 Euro wird Mödingen an die Zöschinger Firma Scharpf Tiefbau zahlen. Und der Preis liege mehr als 100.000 Euro unter der Kostenschätzung betont Joas. „Das ist nicht üblich“, sagt er. „Also sind wir froh, dass wir so ein Angebot haben.“ Dementsprechend stimmen alle Räte der Vergabe zu.

Das war die Bürgerversammlung in der Egaugemeinde: Mödingen und Bergheim: Neue Bauplätze müssen her

Im Egautal steht ein Zusammenschluss an VR-Banken: Wittislingen und Donauwörth planen Fusion

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren