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Dillingen

04.07.2020

Das Gerüst des Dillinger Rathauses ist weg

Das Dillinger Rathaus erhält sein Gesicht zurück. Nach dem Brand im Sommer 2017 und der Sanierung präsentiert sich die Fassade nun in neuem Glanz.
Bild: Jan Koenen, Stadt Dillingen

Nach dem Brand 2017 präsentiert sich die Fassade des Dillinger Rathauses seit dieser Woche in neuem Glanz. Was sich alles verändert hat und was noch ansteht.

Oberbürgermeister Frank Kunz ist die Freude deutlich anzusehen: „Unser Rathaus erhält in dieser Woche endlich sein Gesicht zurück – das ist ein ganz besonderer Moment für unsere Stadt und die gesamte Bürgerschaft“, sagt er laut Pressemitteilung.

Seit dem Brand im Sommer 2017 laufen die Sicherung des Gebäudes sowie die Vorbereitungen für den anstehenden Innenausbau. Parallel hierzu wurde die Außenhülle saniert. Zu sehen war hiervon allerdings stets nie viel. Der Grund: Die Baustelle war die meiste Zeit blickdicht in ein Gerüst gehüllt.

Dies hat sich Ende Juni geändert: Während Oberbürgermeister Kunz in der Königstraße steht und auf das historische Gebäudeensemble blickt, sind im Hintergrund die Arbeiter der Gerüstbaufirma dabei, die nördliche Fassade des Rathauses Stück für Stück von den Metall-Elementen zu befreien. Schieben Sie am Regler, dann sehen Sie den Teil des Rathauses mal mit, mal ohne Gerüst

Zwei Tage dauerte der Rückbau insgesamt. Von nun an ist der Blick auf die Stuck-Elemente wieder möglich. Diese wurden in den zurückliegenden Monaten aufwendig durch Fachfirmen restauriert und gesichert.

Wohl noch in diesem Monat wird der Stadtrat über den Innenausbau beraten

Voraussichtlich noch im Juli wird der Stadtrat über das gemeindliche Einvernehmen zum Innenausbau befinden – nach Einschätzung der Planer soll die gesamte Wiederherstellung in der zweiten Jahreshälfte 2021 abgeschlossen sein.

Rund zehn Millionen Euro wird es kosten, den vom Brand geschädigten Gebäudeteil wiederaufzubauen. Die Versicherung hatte von Beginn an ihre Unterstützung zugesichert. Über 70 Prozent der Kosten übernimmt die Versicherungskammer Bayern. Der Anteil der Stadt wird rund drei Millionen Euro betragen.

Was jetzt noch ansteht

Während das nördliche Gerüst Richtung Königstraße bis auf das Erdgeschoss, in dem es wieder Gastronomie geben soll, nun weicht, bleibt während des kommenden Jahres noch der kleine Aufzug für die Handwerker an der Straßenecke stehen. Über ihn wird die Baustelle weiterhin angedient. Dagegen kann das Gerüst an der östlichen Fassade Richtung Schlossstraße noch im Juli zurückgebaut werden. Sobald dies geschehen ist, kann auch die Einbahnstraßenregelung aufgehoben werden, teilt die Stadt mit.

Daten und Fakten um das sogenannte "Alte Rathaus"

Das sogenannte „Alte Rathaus“, das vom Brand betroffen war, wurde um das Jahr 1500 erbaut. 1827 wurde ein nachgebildeter Renaissancegiebel vorgeblendet und die Traufseite entsprechend dekoriert. Das „Neue Rathaus“ westlich davon wurde 1630 als Palais eines adeligen Hofbeamten erbaut und 1872 zur Erweiterung des Rathauses von der Stadt erworben. (pm)

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