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Das Pedelec passt in den Landkreis Dillingen

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Kommentar Von Jonas Voss
25.08.2018

Der Landkreis Dillingen ist ein Paradies für Radfahrer. Doch weite Strecken und steile Anstiege überfordern so manchen. Das E-Bike schafft Abhilfe.

Im Landkreis Dillingen gibt es laut Tourismus-Verein Donautal-Aktiv etwa 650 Kilometer Radwege. Die meisten von ihnen sind eben oder haben geringe und kurze Anstiege. Zu Recht nennt Donautal-Aktiv den Landkreis ein „Eldorado“ für Radfahrer – führen die Wege doch durch schöne und abwechslungsreiche Landschaften. Für unsere Serie zu E-Bikes haben wir nicht nur verschiedene Strecken im Landkreis abgefahren, sondern uns auch von der Fahrradwelt Hausmann in Gundelfingen beraten lassen. Nicht ohne Grund setzen viele Menschen in der Region in ihrer Freizeit auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Es ist umweltschonend, gesund, die Parkplatzfrage stellt sich nicht und es ermöglicht eine viel intensivere „Erfahrung“ der Natur als das Auto. Was aber machen Menschen, die beispielsweise im Kesseltal wohnen? Oder diejenigen, die einmal quer den Landkreis durchfahren wollen? Lange oder steile Strecken verleiden vielen Freizeitradlern oft den Umstieg – trotz all der Vorteile, die das Fahrrad bietet. Hier sind die Pedelecs, auch E-Bikes genannt, die Lösung.

Gerade für ältere Menschen ist ein E-Bike hilfreich

Der im Vergleich zu konventionellen Fahrrädern hohe Anschaffungspreis rechnet sich auf lange Sicht. Denn das Pedelec ermöglicht es, auf viele Fahrten mit dem Auto zu verzichten. Und der Gebrauchtmarkt für die Räder wächst. Das E-Bike ist der Mobilitätstrend in der Bundesrepublik. Allein 2017 kamen auf Deutschlands Straßen weitere 720000 Elektrofahrräder hinzu. Und auch im Landkreis sind sie im Straßenverkehr immer häufiger zu sehen. Kein Wunder, liegt hier das Durchschnittsalter laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik doch bei etwa 44 Jahren. Und je älter man ist, desto hilfreicher ist ein E-Bike. Es ermöglicht Unabhängigkeit, auch ohne Auto. So gelangt der Radfahrer zum Beispiel kostengünstig von Göllingen nach Dillingen, ohne auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen zu sein. Und wenn der Akku einmal nicht mehr reicht, lassen sich die Räder in die meisten Busse gegen einen geringen Aufpreis mitnehmen. Doch die sind gerade an den Wochenenden, wenn viele Menschen Zeit haben, in kleineren Gemeinden kaum oder gar nicht vorhanden. Hinzu kommen die vielen positiven gesundheitlichen Effekte, die ein Pedelec mit sich bringt: Es schont die Gelenke, regt den Reisenden zu körperlicher Betätigung an und bringt ihn für Stunden an die Sonne und an die frische Luft. Es regt die Produktion von stresssenkenden Hormonen an – durch die Bewegung, durch das erhöhte Selbstwertgefühl aufgrund der zurückgelegten Kilometer und durch den Genuss, solch schöne Landschaften ohne allzu große Anstrengung durchqueren zu können. Das Pedelec und der Landkreis Dillingen: Gebe es das Gefährt nicht bereits, jemand müsste es für unsere Region erfinden.

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