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Sonderheim

05.12.2020

Das ist die Geschichte von Sonderheim

Die Sonderheimerin Hildegard Letzing hat ein Buch über ihren Heimatort geschrieben. Ende Dezember gibt es dieses käuflich zu erwerben.
Bild: Linder

Plus Hildegard Letzing veröffentlicht ein Buch über den kleinen Höchstädter Stadtteil. Wie lange sie dafür recherchiert hat und warum sie es jederzeit wieder tun würde.

Im Zusammenhang mit der Entscheidungsschlacht des Spanischen Erbfolgekrieges im Jahr 1704 fallen meist die Namen Höchstädt und Blindheim. Genau dazwischen liegt Sonderheim, das bis 1978 eine selbständige Gemeinde gewesen ist und heutzutage etwa 220 Einwohner zählt.

Es sind Erinnerungen an Familien

Nach mehrjähriger Arbeit veröffentlicht die Sonderheimerin Hildegard Letzing demnächst das Buch „Sonderheim 1875 – davor und danach“. „Es handelt sich nicht um ein wissenschaftliches Werk. Die Angaben aus den standesamtlichen Archiven sind selbstverständlich authentisch. Es ist der Versuch, einen Einblick davon zu vermitteln, wie sich das tägliche Leben, wozu auch Feierlichkeiten zählen, in einem kleinen Dorf vor der Mechanisierung abgespielt hat“, erzählt Letzing. Dass dieses Buch überhaupt entstand ist diversen Ereignissen und Erlebnissen geschuldet, wie sie weiter erzählt.

2001 fand eine Fotoausstellung statt

2001 fand eine Fotoausstellung in Sonderheim statt. Dabei stellte die Autorin fest, dass die meisten Familien Sonderheims mindestens seit der Jahrhundertwende dort lebten. Aus Neugier sichtete sie das Standesamtsregister von Sonderheim, um alles rund um Eheschließungen, Todesfälle und Geburten der Sonderheimer zusammenzutragen. Die Ergebnisse ihrer Recherche im Standesamtsregister führte sie mit den ausgestellten Fotos von 2001 zusammen und übergab diese den jeweiligen Familien als kleine Familienchroniken. Diese waren so begeistert, dass sie bereitwillig weitere Fotos bereitstellten und soweit möglich die Fragen Wann, Wer, Wo und Was zu den Bildern beantworteten.

Es ergaben sich so immer mehr offene Fragen deren Beantwortung sich Letzing zum Ziel setzte. Ferner ergaben sich neue Themenfelder, so dass 2016 der Entschluss fiel, alles in einem Buch zu veröffentlichen. „Das Buch ist von den Sonderheimern gemacht worden, nicht durch mich. Ich habe es letztlich nur zusammengetragen“, so die Autorin.

Entstanden ist ein Buch, dass sich mit der Geschichte und den Besonderheiten rund um den Sonderheim befasst und durch eine Vielzahl an Fotos und Karten illustriert wird. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der sich im ursprünglichen Ortskern befindlichen Häuser und ihrer Familien. Aber auch die bauliche Entwicklung Sonderheims, die praktizierten Gewerke, das Vereinswesen, die Zeit vor, während und nach den beiden Weltkriegen sowie die geographischen Veränderungen werden detailliert beschrieben. „Ich hätte durchaus noch weitermachen können. Ich habe noch Sachen herausgefunden, die ich jedoch nicht mehr veröffentlichen werde, da ich heuer entschieden habe, dass das Buch nun veröffentlicht werden soll“ meint die Autorin, welche sich somit die Hintertür für einen zweiten Teil offen lässt.

Vereine haben das Buch finanziell unterstützt

Finanzielle Unterstützung für das Projekt hat sie durch die Sonderheimer Vereine erhalten. „Das Buch wird keinen Gewinn generieren. Im Gegenteil, die entstandenen Unkosten werden nicht gedeckt“, sagt Letzing, die alleine 40 Mal nach Augsburg gefahren ist, um in den Staatsarchiven sowie den bischöflichen Archiven zu recherchieren. Zu jener Zeit waren Ablichtungen der Quellen verboten, so dass sie vor Ort alles per Hand abschreiben musste.

Auf die Frage, ob sie diese Arbeit noch einmal auf sich nehmen würde, wo sie nun um die Arbeit und die Aufwendungen weiß antwortet sie: „Ja, auf jeden Fall! Es hat mir nämlich sehr viel Spaß gemacht.“ Auf Grund von Covid-19 verzögert sich die Auslieferung des Buches. Derzeit geplanter Termin ist der 18. Dezember. Deshalb bietet Hildegard Letzing Interessierten am Sonntag, 6. Dezember, ab 10 Uhr (im Pfarrgarten in Sonderheim, Hauptstraße 11) die Möglichkeit an, einen Gutschein zum Preis von 25 Euro zu erwerben.

Das Buch kann auch vorab mittels E-Mail oder telefonisch bei der Autorin bestellt werden (E-Mail: H. Letzing@t-online.de, Telefon 0152/0457 5777).

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