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Nachruf

15.06.2018

Der Glaube als Fundament eines sozialen Lebens

Berta Veh ist im Alter von 93 Jahren gestorben.
Bild: Veh

Die Geschäftsfrau und Kommunalpolitikerin Berta Veh

Sie war nicht nur Ehefrau, liebevolle Mutter, Großmutter und Uroma, erfolgreiche Unternehmerin sowie sozial und kirchlich engagiertes Mitglied der Gesellschaft, sondern auch eine der ersten Frauen, die sich in Höchstädt und im Landkreis politisch für ihre Mitbürger einsetzte. Am 11. Juni ist Berta Kreszentia Veh, geborene Dietrich, im Alter von 93 Jahren gestorben. Am Donnerstagnachmittag wurde sie unter großer Anteilnahme weiter Kreise der Bevölkerung in ihrer Heimatstadt beigesetzt.

Beim Trauergottesdienst in der Stadtpfarrkirche, der, wie die anschließende Beerdigung auf dem Friedhof, von einer Bläsergruppe des Musikvereins „Donauklang“ würdig musikalisch umrahmt wurde, betonte Stadtpfarrer Daniel Ertl vor allem das kirchliche und soziale Wirken der nun Verstorbenen, die sich sowohl im Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung, als auch nach Mitbegründung des Katholischen Frauenbundes dort an herausragender Stelle eingebracht habe. Der Glaube sei dabei stets Fundament ihres Lebens gewesen, die Familie, deren Mittelpunkt sie war, ihr Lebenselixier.

Ihr lag stets das Wohl ihrer Heimatstadt am Herzen. Sie sei eine „starke Persönlichkeit“ gewesen, sagte Bürgermeister Gerrit Maneth. Für ihre aktive Mitarbeit im Stadtrat sowie ihr vielfältiges ehrenamtliche Engagement wurde ihr der Bürgerbrief der Stadt verliehen. Das Stadtoberhaupt erinnerte aber auch an den frühen Tod ihres Mannes 1969 und die erfolgreiche Fortführung der Geschäfte der Firma Dietrich durch Berta Veh.

Landrat Leo Schrell ging auf das Wirken der Kommunalpolitikerin ein. Von 1984 bis 1996 gehörte sie dem Dillinger Kreistag an und war Mitglied im Sozialhilfeausschuss sowie im Kultur- und Sportausschuss. Ihre Meinung sei stets gefragt gewesen. Schrell: „ Sie war eine liebenswürdige, volksnahe und für die Allgemeinheit in hohem Maße engagierte Mitbürgerin.“ 1989 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, 1990 mit der Verdienstmedaille des Landkreises Dillingen ausgezeichnet. Roswitha Riedel dankte dem Ehrenmitglied für den CSU-Ortsverband Höchstädt für langjährigen Einsatz und Treue. Eine große Trauergemeinde nahm dann auf dem Friedhof letzten Abschied von Berta Veh.

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