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Landkreis Dillingen

16.11.2019

Der Nahverkehr ist besser und wird für den Landkreis teurer

Auch der Landkreis Dillingen ist am AVV beteiligt.
Foto: Silvio Wyszengrad, Symbolbild

Der Landkreis Dillingen schießt dem Augsburger Verkehrsverbund mehr Geld zu. Warum?

Der Nahverkehr im Landkreis Dillingen ist ausgebaut worden. Es gibt Rufbusse und vor zwei Jahren sind im Schülerverkehr mehrere Linien nach der 8. und 9. Unterrichtsstunde ausgebaut worden. Daran erinnerten Landrat Leo Schrell und sein Stellvertreter Alfred Schneid in der Kreistagssitzung am Freitagvormittag. Doch genau dieses Angebot kostet den Landkreis jetzt mehr Geld.

Früher war der Landkreis Dillingen zu hoch am Defizit beteiligt

Eingangs hatte Landrat Schrell daran erinnert, dass der Kreis Dillingen früher zu hoch an den Defiziten des Augsburger Verkehrsverbunds (AVV) beteiligt war. 2011 wurde dann beschlossen, dass sich der Landkreis mit 5,26 Prozent (für die Geschäftsstelle) und mit 1,50 Prozent (Regionalbus) am Defizit beteiligt.

Der Dillinger Kreistag stimmte zu

Nun wurde ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. Demnach, so erklärte es Bernd Rapp vom Landratsamt, sinkt der Zuschuss für die Geschäftsstelle um 0,1 Prozent auf 5,16 Prozent. Dagegen steigt aber die Beteiligung am Defizit der Regionalbusse um knapp zwei Prozent auf 3,46 Prozent. Das bedeutet 790947 Euro statt bislang 458602 Euro ab 2020. Dem Beschlussvorschlag stimmte das Gremium zu.

Was hält Dillingens Kreistag von der City-Zone

Zuvor hatte der Kreistag auch die neue kostenlose City-Zone des AVV (City-Zone: So funktioniert der kostenlose Innenstadt-Nahverkehr in Augsburg) abgenickt. Diese betrifft neun Haltestellen in der Augsburger Innenstadt. Das daraus resultierende Defizit trägt die Stadt Augsburg komplett. Die Frage von Ludwig Klinger (Die Grünen), ob so etwas auch für die Donaustädte und Wertingen in Frage kommen könnte, bezeichnete Georg Barfuß (FDP) als unseriös. „Wenn man eine Idee hat, gehört ein Finanzierungsvorschlag dazu.“

Auch die Freien Wähler interessieren sich für den ÖPNV im Kreis Dillingen

Bernd Nicklaser (FW) erinnerte in diesem Zusammenhang an den Antrag seiner Fraktion, den ÖPNV im Landkreis aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht zu prüfen. „Wenn es Erleichterungen für die Kunden gibt, umso besser“, betonte Nicklaser. Doch wenn, dann müssten alle Bürger davon profitieren. „Die Stadt Augsburg will mit dem Konzept der City-Zone eine politische Duftmarke setzen“, meinte Thomas Demel (parteilos) (Warum Thomas Demel die CSU verlassen hat) dazu. Das sollte man mal beobachten.

Die Vorteile der Tarifreform für den Landkreis Dillingen

Demel und Schneid hoben die Vorteile der Tarifreform für den Landkreis hervor. Das Abo vom Zusamtal nach Augsburg sei günstiger geworden, die Tarifzonen zwischen Wertingen und Dillingen wurden auf eine reduziert. Im Rahmen der Evaluation zurzeit könnten auch weitere Verbesserungsvorschläge einfließen.

Zu Beginn der Sitzung hatte der Kreistag der Jahresrechnung 2017 und der Entlastung der Jahresrechnung 2017 zugestimmt. Auch der Beteiligungsbericht 2019 wurde durchgewunken.

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