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Sitzung

22.06.2017

Der Regionalplan und seine Tücken

Der Ausschuss für Kreisentwicklung beurteilt die Fortschreibung des Regionalplanes kritisch.
Bild: Mattias Becker

Ausschuss für Kreisentwicklung beurteilt Fortschreibung kritisch, speziell für Medlingen

Kritisch beurteilt hat der Ausschuss für Kreisentwicklung des Landkreises bei seiner jüngsten Sitzung die im Zuge der laufenden Fortschreibung des Regionalplans nordwestlich von Medlingen geplante Vorbehaltsfläche für Windkraft. Künftig soll der gesamte Landkreis als sogenannte „weiße Fläche“ dargestellt werden. Dies würde bedeuten, dass unter Berücksichtigung der 10h-Regelung künftig auch für Flächen, die nach der derzeitigen Fassung des Regionalplans noch Ausschlussflächen sind, zumindest Anträge auf Genehmigung von Windkraftanlagen gestellt werden könnten. Zu prüfen wäre, ob Belange wie die des Natur- und Artenschutzes dagegen sprechen.

Zu der nordwestlich von Medlingen geplanten Vorbehaltsfläche lag dem Ausschuss eine Stellungnahme der unteren Denkmalschutzbehörde vor. Danach sei die Errichtung von Windrädern auf der vorgesehenen Fläche nicht vorstellbar, weil damit der hohen denkmalpflegerischen Bedeutung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Obermedlingen sowie der gesamten Klosteranlage, die als „landschaftswirksame Baudenkmäler“ verzeichnet seien, nicht gerecht würde.

Daneben hat sich der Ausschuss einstimmig für die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs im Zuge der Kreisstraße DLG 32 in Blindheim durch Neubau einer Eisenbahnüberführung ausgesprochen und die Planungsvereinbarung mit der DB Netz AG genehmigt. „Die Maßnahme dient in hohem Maße der Erhöhung der Verkehrssicherheit der Verkehrsteilnehmer im Bereich des jetzigen Bahnübergangs“, begründete Landrat Leo Schrell die Maßnahme. So komme es trotz geschlossener Bahnschranken immer wieder zu gefährlichen Querungen von Fußgängern und Radlern, die noch den Zug erreichen wollen. Außerdem sind die Wartezeiten am Bahnübergang vergleichsweise lange, weil die Schranken auch während der Standzeit des Zuges an der Haltestelle Blindheim geschlossen bleiben müssen. Reelles Ziel sei, die Maßnahme in den Jahren 2022/2023 umzusetzen. Von den geschätzten Kosten von vier Millionen Euro müsste der Landkreis einen Eigenanteil von 340000 Euro aufbringen.

Fortgeführt werden sollen - wenn es nach dem Ausschuss für Kreisentwicklung geht – die bereits etablierten Rufbuslinien auf den Strecken Dillingen–Mörslingen–Finningen (Linie 9096), WertingenHöchstädt (Linie 9101), Wertingen–Dillingen (Linie 9101), Höchstädt–Buttenwiesen–Lauterbach (Linie 9101A) und Bissingen –Lutzingen– Höchstädt (Linie 9108). Seit Einführung der Linien zum Beginn des Schuljahres 2014/2015 wurden die Rufbusse auf den genannten Linien bis Ende Februar 2017 von insgesamt 3044 Fahrgästen bei 1655 Fahrten genutzt. Spitzenreiter ist dabei die Linie Buttenwiesen - Höchstädt mit 1.638 Fahrgästen. „Die Linie wird vor allem auch von Berufsschülern genutzt“, betonte Landrat Leo Schrell. Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass sich die Rufbusse als bedarfsgerechtes Angebot zur Schließung von Fahrbahnlücken bewährt haben. Deshalb sollen sie für zunächst weitere drei Jahre fortgeführt werden. Dafür ist der Landkreis bereit, jährlich insgesamt bis zu 30000 Euro zu investieren. Ergänzend dazu wird der Landkreis zum nächstmöglichen Zeitpunkt auch auf der Linie 9109 (Lauingen–Aislingen–Dillingen/Wertingen) einen Rufbus einrichten. Geplant sind jeweils am Nachmittag zwei Fahrten von Wertingen nach Holzheim. Damit soll für Schüler aus dem Aschberggebiet eine bessere Anbindung gewährleistet werden, deren Heimfahrten aus Wertingen nach dem Nachmittagsunterricht derzeit nicht oder nur teilweise gewährleistet bzw. mit längeren Wartezeiten verbunden sind. (pm)

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