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Verkehr

25.07.2020

Der Spiegel war das Problem

Der Verkehrsspiegel gegenüber der Ausfahrt des Firmengeländes der einstigen Spinnerei in Zöschlingsweiler war Teil des Sicherheitsproblems.
Bild: Mayer (Archiv)

Die Ausfahrt der einstigen Spinnerei in Zöschlingsweiler soll jetzt sicherer werden. Was genau passieren soll

Die Verkehrssituation an der Ausfahrt der alten Spinnerei in Zöschlingsweiler soll sich ändern. Die Kommune will dafür sorgen, dass es dort sicherer wird. Bei einer Verkehrsschau vergangene Woche wurden bereits erste bauliche Maßnahmen ergriffen, weitere sollen folgen.

Das Problem an der Stelle ist folgendes: Autofahrer, die aus dem ehemaligen Firmengelände ausfahren wollen, haben wenig Einsicht auf die Straßensituation. In der Folge kam es auch schon zu Unfällen, einmal wurde ein radelndes Kind leicht verletzt (wir berichteten). Der Unfallverursacher meldete sich daraufhin bei unserer Zeitung und beklagte die ungenügende Verkehrssituation. Ein Grund dafür war seiner Meinung nach auch ein Verkehrsspiegel, der gegenüber der Ausfahrt angebracht war. Dieser war seinen Worten zufolge falsch eingestellt.

Jetzt ist der Spiegel weg. Die Verkehrsschau, bei der auch das Staatliche Bauamt, das Landratsamt und die Polizei dabei war, habe ergeben, „dass der Spiegel nicht Teil der Lösung sondern des Problems ist“, erklärt Bürgermeister Thomas Reicherzer ( SPD) auf Nachfrage. In Absprache mit Polizei und Landratsamt wurde der Spiegel daraufhin sofort entfernt, um die ausfahrenden Autofahrer nicht vom obligatorischen Blick nach links und rechts abzulenken. „Der Spiegel hat eine Sicherheit suggeriert, die nicht gegeben war“, so der Bürgermeister.

Doch das ist nicht alles, was sich ändern soll: Reicherzer zufolge befindet sich die Kommune aktuell in Gesprächen mit dem Grundstückseigentümer, einem Investor aus Frankfurt. Dieser sollte, so das Ergebnis der Verkehrsschau, bauliche Maßnahmen vornehmen: Denn durch die aktuelle Anordnung der Hoftorpfeiler und der nebenstehenden Mauern ist die Sicht auf den Gehweg sowie die Straße massiv beeinträchtigt. Deshalb wird diskutiert, ob die Mauer nicht abgerissen oder zumindest umgebaut wird. „Die Entscheidung liegt aber bei der Geschäftsführung in Frankfurt. Die Entfernung der Mauer würde die Situation am meisten und effektivsten verbessern“, so der Bürgermeister.

Die Situation für Radfahrer soll sich ebenfalls ändern. Aktuell führt ein Radweg in Form eines Radfahrerschutzrstreifens entlang des Fabrikgrundstücks. Dieser Streifen soll wiederum entfernt werden, die Radfahrer müssen künftig entsprechend auf der Straße fahren. „Wir haben bei der Verkehrsschau gesehen, dass die meisten Verkehrsteilnehmer zu dem Streifen keinen Abstand einhalten“, begründet Reicherzer.

Stattdessen sollen die Radfahrer künftig vom innerörtlichen Radweg auf die Straße wechseln, diese queren, entsprechend auf der rechten Straßenseite für die Länge des Firmengeländes fahren und schließlich wieder auf die linke Seite queren, wo der Radweg fortgeführt wird. „Damit müssen die Radfahrer einerseits nicht direkt an der Hofeinfahrt vorbeifahren und andererseits wird die Benutzung des Radfahrerschutzstreifens entgegen der Fahrtrichtung unterbunden“, so der Bürgermeister. Das, so das Ergebnis der Verkehrsschau laut Reicherzer, trage zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer bei.

Er weißt auch darauf hin: „Nach wie vor dürfen Kinder bis zum achten Lebensjahr mit ihren Eltern auf dem Gehweg fahren, weshalb trotzdem weiterhin höchste Achtsamkeit beim Ausfahren aus dem Grundstück geboten ist.“

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