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Unterglauheim

10.09.2019

Der erste Schultag: Was ist bloß in meiner Schultüte drin?

Die neue Schulklasse von Martin Müller ist aufgeregt vor ihrem ersten Schultag. Stolz stehen die Kinder mit ihren Schultüten vor der liebevoll bemalten Tafel in der Grundschule Unterglauheim.

Mit dem ersten Schultag beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das ist nicht nur für die Kinder aufregend, auch Eltern und Lehrer stehen gespannt vor der Schule in Unterglauheim.

Zahlreiche Kinder, Eltern und Großeltern stehen aufgeregt vor dem Klassenzimmer der Grundschule Unterglauheim. Alle sind sichtlich unruhig, denn es ist der erste Schultag für die 16 Jungen und Mädchen. Sie dürfen jetzt die kleine Schule zusammen mit einer weiteren Klasse besuchen. „Es ist alles so spannend und aufregend. Ich bin auch ein bisschen nervös“, sagt Christine Oberfrank. Sie bringt heute ihren Sohn Sebastian zum ersten Mal in die Schule. „Ich finde es toll und freue mich darauf“, sagt der Sechsjährige.

Der unsichtbare Dinge packt der Lehrer noch mit in die Schultüte

Auch Jasmin ist gespannt und freut sich auf den neuen Lebensabschnitt. „Sie konnte heute Nacht fast nicht schlafen, so aufgeregt war Jasmin“, sagt ihre Mutter Michaela Kunzmann. Ihre Tochter kann es kaum erwarten, die Schultüte aufzumachen: „Ich weiß gar nicht, was drinnen ist“, erklärt Jasmin. Inzwischen ist das Klassenzimmer von Martin Müller voll gefüllt. Der Grundschullehrer begrüßt seine neuen Schützlinge und ihre Eltern: „Ich bin euer Lehrer Herr Müller.“

Hoch konzentriert sitzen die Abc-Schützen im Klassenzimmer.

Er will die Jungs und Mädchen bei ihrem Schulstart vor allem unterstützen. „Die Kinder sind heute der Mittelpunkt“, sagt Müller. Er bewundert die Schultüten der Kinder und möchte ihnen auch etwas hineinlegen. „Ich packe euch was Unsichtbares in die Tüte: Mut, Kraft und Zuversicht für euer Leben“, sagt der Lehrer. Obwohl es den Angehörigen schwerfällt, müssen sie das Klassenzimmer für die erste Unterrichtsstunde verlassen.

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Herr Müller hat die Tafel besonders schön verziert

Dann geht es auch schon los. Neben den liebevollen Zeichnungen hat Müller die Namen seiner Schüler an die Tafel geschrieben. „Jetzt dürft ihr euer Schild suchen und vor euch hinstellen, damit ich weiß, wie ihr heißt“, erklärt Müller. Die Kinder hören aufmerksam ihrem neuen Lehrer zu und erledigen die erste Aufgabe ohne Schwierigkeiten.

Die Schultüte dürfen alle zeigen - aber noch nicht öffnen

Danach darf sich jeder vorstellen und seine Schultüte zeigen. „Ich bin Paul und auf meiner Schultüte ist ein Panther“, sagt ein Schüler stolz. Auch Linda präsentiert ihre Tüte: „Auf meiner ist ein Flamingo drauf.“ Manche können ihre Schultüte kaum halten, weil sie so schwer ist. So geht es auch Sophie. „Auf meiner Schultüte ist ein Pegasus“, sagt die Erstklässlerin. Man merkt, wie gespannt die Kinder sind. Sie können es kaum noch aushalten und wollen unbedingt in ihre gebastelten Schultüten schauen. „Das macht ihr dann daheim, denn dazu müsst ihr eure erste Hausaufgabe machen“, erklärt Müller.

Auf den Arbeitsblättern, die der Lehrer austeilt, ist eine kleine Schultüte zu sehen. „Die müsst ihr ausmalen“, sagt Müller. Die Kinder packen sofort ihre Buntstifte aus und fangen an zu malen. Müller geht durch die Reihen und hilft den Kindern beim Malen und Aussuchen der Stifte. „Als kleine Hausaufgabe müsst ihr zeichnen, was in eurer Schultüte war“, erklärt der Grundschullehrer. Dann ist der erste Schultag für die Abc-Schützen auch schon vorbei. „Das reicht für den Anfang, der Tag ist aufregend genug“, sagt Müller. An ihrem zweiten Schultag dürfen die Kinder ihre erste Pause neben der Schule auf der grünen Wiese mit Spielplatz verbringen und erzählen, was in ihren Schultüten war.

Mit dem Bus geht es zum Kindergarten

Ausgestattet mit Schulranzen und -tüte laufen die 16 Jungen und Mädchen zum ersten Mal zum Bus, um zu ihrem ehemaligen Kindergarten zu fahren. „Da darf ich meine Schultüte zeigen“, sagt Sydney. Sie freut sich schon auf den nächsten Schultag und will endlich schreiben lernen. Aber nicht nur für die Kinder und Eltern ist es ein besonderer Tag. Auch Martin Müller freut sich jedes Jahr: „Es ist immer wieder schön.“ Der geduldige und ruhige Lehrer will den Kindern vor allem bei der Umstellung vom Kindergarten zur Schule helfen. „Deshalb lernen wir gleich am Anfang, still zu sein und uns zu melden“, erklärt er. Nach rund 20 Jahren ist es für ihn trotzdem ein spannender Tag, der im Gedächtnis bleibt. „Ich kann mich noch an jeden ersten Schultag meiner Klassen erinnern.“

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