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Landkreis Dillingen

29.08.2018

Der große Michael-Jackson-Fan aus Eppisburg

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Bernhard Probst aus Eppisburg ist großer Michael-Jackson-Fan.
Bild: Silva Metschl

Warum ein 16-Jähriger riesengroßer Fan des „King of Pop“ ist - und was in diesem Titel seiner Meinung nach fehlt.

Ob „Thriller“, „Dirty Diana“ oder „Beat it“. Jeder kennt die Lieder des King of Pop, Michael Jackson. Am 29. August wäre er 60 Jahre alt geworden. Doch auch posthum begeistert er die Menschen. Ebenso Bernhard Probst, der selbst unter dem Künstlernamen Michael Joseph als Musiker aktiv ist. Er wurde erst durch Michael Jacksons Tod auf ihn aufmerksam. „Ich habe ihn in den Nachrichten gesehen und meine Mutter gefragt, wer das ist.“ Kurz darauf entdeckt diese im Keller eine alte Kassette, das Bad-Album. „Ich war sofort Feuer und Flamme.“

Für den 16-jährigen Schüler, der sich seitdem intensiv mit Michael Jackson beschäftigt, ist dieser der Wegbereiter für afroamerikanische Musik, der Soul und Funk massentauglich gemacht hat. „Eigentlich heißt es King of Pop, Rock and Soul“, betont er. Jackson arbeitete meist mit Afroamerikaner zusammen und setzte sich für deren Menschenrechte ein. Dennoch konnte er fast alle Genres bedienen, schrieb auch klassische Musik.

Michael Jackons Erbe besteht laut Bernhard nicht nur aus Musik

Sein Erbe bestünde allerdings nicht nur aus der Musik. „Bis heute hält er den Rekord für die meisten Spenden.“ Außerdem sei der Künstler für ihn eine Inspiration gewesen. „Obwohl er viel einstecken musste, hat er alle anderen Meinungen ausgeblendet und immer weitergemacht.“ Durch diverse Skandale habe er eine Zeitlang sogar sein Heimatland USA meiden müssen. Er sei ein Visionär und Pionier gewesen, der alles in seine Kunst setzte. Diese geht weit über das Musizieren hinaus. „Er war auch Schauspieler, Autor, Poet und Maler.“

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Sein Einfluss in der Musikwelt bis heute sei nicht zu leugnen. Immernoch werden posthume Alben veröffentlicht. Mit „Love never felt so good“ und „Don’t matter to me“ ist er zusammen mit Justin Timberlake und Drake weiter in den Charts vertreten. Das zeige auch, wie weit Michael Jackson mit seiner komplexen und durchdachten Art des Musizierens seiner Zeit voraus war.

Ein überwältigendes Erlebnis in den USA

Für Bernhard Probst ist der King of Pop, Rock and Soul ein Vorbild für seine eigene Musik. „Während meiner Amerikareise mit dem Bonaventura-Gymnasium konnte ich sein Geburtshaus in Indiana besuchen. Das war einfach überwältigend.“ Jacksons Familie habe viel Einfluss auf die Musik des Stars gehabt. Durch die Jackson Five habe er seine Wurzeln kennengelernt, konnte immer mit großen Künstlern arbeiten und diesen bei Auftritten über die Schulter schauen. „Er sagte selbst immer, er habe alles auf der Bühne gelernt.“ Seine Musik hört der Eppisburger immer noch am liebsten auf Platten und Kassetten.

Da gibt es diesen einen besonderen Song

Ein besonderer Song ist für Bernhard Probst, der sich neben Musik viel mit Literatur beschäftigt und selbst gern schreibt, „Man in the Mirror“. „Er hat das Lied zwar nicht geschrieben, es aber zu seinem eigenen gemacht.“ Die Leidenschaft, mit der Michael Jackson die Botschaft des Liedes auf die Bühne brachte, begeistert den Schüler immer wieder. „Besonders der Auftritt bei den Grammys 1988.“ Für das Lied holte er zwei Gospelgruppen in das Studio, sodass auch hier die Verbundenheit zu seinen Wurzeln spürbar bliebe.

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Die Gesichter des King of Pop

Als Album steche für den 16-Jährigen vor allem das „Invincible“-Album hervor. „Es hat eine energetische Seite, die mehr Anerkennung verdient.“

Michael Jackson ist als Person und Musiker bis heute umstritten, zahlreiche Skandale haben ihre Spuren hinterlassen. „Er ist ein Superlativ, dadurch löst er immer ein bisschen heftigere Reaktionen aus als andere.“ Auch um diesen entgegenzuwirken, betreibt Bernhard Probst den Blog TheMichaelJacksonBlogDE. „Ich bin nun mal ein Musiker mit Vorliebe für Michael Jackson.“

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