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Landkreis Dillingen

22.05.2020

Der mildeste Winter seit vielen Jahrzehnten

Der Winterdienst war im vergangenen Winter wieder weniger unterwegs. Der Landkreis spart dadurch Geld.
Bild: Andreas Lode (Archiv)

Der Landkreis Dillingen zieht Bilanz. Dabei freut sich der Landrat in zweifacher Hinsicht.

Wegen der Corona-Pandemie musste heuer die obligatorische Winterdienstversammlung zum Abschluss der Saison 2019/2020 entfallen. Ungeachtet dessen zieht Landrat Leo Schrell ein positives Fazit der zurückliegenden Wintersaison, die die mildeste der vergangenen Jahrzehnte gewesen sei. Darüber freut sich Schrell in zweifacher Hinsicht. Einerseits für die Verkehrsteilnehmer wegen der mit einer höheren Verkehrssicherheit verbundenen besseren Straßenverhältnisse. Andererseits über die Kosteneinsparung, die unmittelbar dem Unterhalt und der Verbesserung des Kreisstraßennetzes zugutekommt. So wird der Haushalt des Landkreises allein durch den Winterdienst in diesem Jahr nur mit rund 144.000 Euro belastet. Dies ist gegenüber dem Winter der vergangenen Winterdienstsaison 2018/2019 in etwa die Hälfte der Kosten. Die Kosten pro Kilometer betreuter Strecke betragen damit 615 Euro. Dies ist weit unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, als dieser Wert bei rund 1350 Euro pro Kilometer Straßennetz lag. Insgesamt waren die Mitarbeiter des Kreisbauhofes etwa 1000 Stunden im Winterdienst-Einsatz. Dabei wurde eine Strecke von 34.000 Kilometern gefahren, steht es in der Pressemitteilung.

44 Einsätze im vergangenen Winter

35 Prozent der Einsätze waren im Dezember, weitere 40 Prozent im Januar, 20 Prozent im Februar und nochmals 5 Prozent im März zu verzeichnen. Die Devise lautete auch in dieser Periode nach dem Prinzip der sogenannten „Präventivstreuung“: Glätte gar nicht entstehen lassen und nicht erst dann ausrücken, wenn es glatt ist. Dies ist durch den Einsatz der bewährten „Feuchtsalz-Technologie“ möglich. Hier wird neben trockenem Salz auch Salzsole ausgestreut. Dadurch haftet das Salz besser an der Straße und kann nicht so schnell verweht werden. Bei den modernen Streugeräten kann der Anteil der Sole sogar auf 100 Prozent (reine Solestreuung) erhöht werden. Deshalb kann bei einer erwarteten Glatteisbildung bereits im Vorfeld auf die Straße eine Salzsole aufgebracht werden, welche verhindert, dass Glätte entsteht oder dass sich bei Schneefall eine gefährliche Eisschicht unter dem Schnee bildet.

Insgesamt waren es in der vergangenen Winterdienstsaison lediglich 44 Einsätze mit einem Salzverbrauch von 550 Tonnen. Dies sind nur 40 Prozent des durchschnittlichen Salzverbrauchs der vergangenen Jahre. Die Betreuung erfolgte durch fünf eigene Fahrzeuge und vier von heimischen Fuhrunternehmen angemietete Fahrzeuge, teilt der Landrat weiter mit.

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Vom Salz ist einiges übrig geblieben

Von den gelagerten Salzvorräten im Kreisbauhof Dillingen und der zentralen Salzhalle in Aislingen (gesamt 2600 Tonnen) wurden im vergangenen Winter nur 21 Prozent verbraucht. Somit gab es keinerlei Engpässe bei den Salz-Vorräten. Der Winterdienst erfolgte in bewährter Weise im Verbund mit dem Staatlichen Bauamt Krumbach. Dabei ist der Landkreis in 16 Räumbezirke für die Bundes-, Staats- und Kreisstraßen eingeteilt. Der Landkreis betreut davon acht Bezirke und die Radwege entlang der ehemaligen B16 von Lauingen (Kreisel) bis nach Höchstädt (Anschlussstelle B16). Dies ist ein Netz von 221 Kilometer Straßen und 13 Kilometer Radwegen.

Landrat Schrell dankt ausdrücklich den Mitarbeitern des Kreisbauhofes für den zuverlässigen Einsatz. „Damit haben sie erneut wesentlich zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer beigetragen“. (pm)

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