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Bachhagel

08.05.2020

Der neue Bürgermeister von Bachhagel formiert seine Truppe

Der neue Gemeinderat in Bachhagel: (linke Reihe von vorne) Christian Rehm, Dietmar Burkhard, Klaus Allmendinger, Ludwig Seeger und Markus Hochmüller. Mitte von vorne: Sophia Krämmel, Birgit Bauer, Gerhard Bayerle, Bürgermeister Ingo Hellstern und Erich Herreiner. Rechts von vorne: Annette Gruber, Andreas Grasberger, Stefan Schneid, Werner Kobinger und Barbara Merk. Unten sind die ehemaligen Gemeinderäte zu sehen, die das Gremium verlassen haben.
Bild: Andreas Schopf

Plus Ingo Hellstern und die Gemeinderäte in Bachhagel leisten ihren Eid. Gleich zu Beginn gibt es Gesprächsbedarf.

Als es offiziell ist, bekommt Ingo Hellstern erst einmal ein neues Namensschild. Auf diesem steht der Zusatz „Erster Bürgermeister“. In den Minuten zuvor fehlte diese Bezeichnung auf dem Schild, das Hellstern auf dem Tisch vor sich stehen hatte. Erst nach seinem Amtseid, den der Ratsälteste Ludwig Seeger abnimmt, wechselt der Aufsteller – dann ist Hellstern ganz offiziell der neue Bürgermeister von Bachhagel.

Bachhagel: Die erste Sitzung findet im Brauereistadel statt

In dieser Funktion leitet der 48-Jährige am Dienstagabend seine erste Gemeinderatssitzung, die aufgrund der aktuellen Umstände statt im Rathaus im größeren Brauereistadel stattfindet, um den Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Gremiumsmitgliedern sicherzustellen. Mit der neuen Umgebung kann sich Hellstern anfreunden. „Das hat durchaus Charme“, sagt er.

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung werden nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die neuen Mitglieder des Gemeinderats vereidigt. Diese sind: Klaus Allmendinger, Birgit Bauer (beide Bürgerblock Bachhagel), Andreas Grasberger, Annette Gruber (beide Wählergemeinschaft Burghagel), Christian Rehm (Wählergemeinschaft Oberbechingen), Barbara Merk und Stefan Schneid (beide Grüne). Zu ihnen kommen die wiedergewählten Gremiumsmitglieder Sophia Krämmel, Erich Herreiner, Markus Hochmüller, Dietmar Burkhard (alle Bürgerblock Bachhagel), Gerhard Bayerle (Wählergemeinschaft Burghagel), Werner Kobinger (Wählergemeinschaft Oberbechingen) sowie Ludwig Seeger (SPD).

Gerhard Bayerle ist der Zweite Bürgermeister

Bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters gibt es ein enges Rennen zwischen Gerhard Bayerle und Sophia Krämmel. Am Ende setzt sich Bayerle knapp mit acht zu sieben Stimmen durch. Zum Dritten Bürgermeister wird Werner Kobinger gewählt.

Der Gemeinderat verabschiedet die neue Geschäftsordnung. Zunächst gibt es in einigen Punkten jedoch Gesprächsbedarf. Zum einen geht es um den Beginn der Gemeinderatssitzungen. Hellstern wollte den bisherigen Termin von 19.30 auf 19 Uhr vorziehen und so denjenigen entgegenkommen, die frühmorgens aufstehen müssen und deshalb zeitig ins Bett möchten. Nach Rückmeldungen aus dem Gremium belässt der neue Rathauschef den Beginn der Sitzungen jedoch bei 19.30 Uhr. Auch der reguläre Sitzungsort wird diskutiert. Stefan Schneid spricht sich dafür aus, den Brauereistadel auch in Zukunft zu nutzen. Gerade im Sommer werde es im Sitzungssaal des Rathauses heiß und stickig, im Brauereistadel habe man mehr Platz. Dietmar Burkhard ist anderer Meinung. Er ziehe die persönlichere Umgebung im Rathaus vor, gerade weil sich die Ratsmitglieder dort besser verstehen würden. Im Brauereistadel sei die Akustik nicht optimal. Tatsächlich muss bei der Sitzung am Dienstagabend immer wieder ein Mikrofon herumgereicht werden, damit eine Wortmeldung alle im Gremium erreicht. Deshalb bittet Burkhard darum, wieder in den bisherigen Sitzungssaal zu wechseln, sobald es möglich ist. Bürgermeister Hellstern kündigt an, dass man bei Bedarf auch in Zukunft in den Brauereistadel wechseln wird – jedoch nur, wenn eine große Zahl an Besuchern abzusehen ist.

Eine Änderung löst Diskussionen aus

Diskussionen löst eine geplante Änderung in der Geschäftsordnung aus. Es geht um die unentgeltliche Überlassung von Räumen, beispielsweise dem Brauereistadel, an Vereine und Verbände. Bisher war dies bis zu einem Gegenwert von 300 Euro vorgesehen. Dieser Wert soll auf 1500 Euro erhöht werden. „Das ist ein ziemlich hoher Sprung“, merkt Erich Herreiner an, der in den Raum stellt, ob nicht auch eine Steigerung auf 500 Euro ausreichend wäre.

Andere Gemeinderäte argumentieren damit, dass die Gemeinde mit einem höheren Wert auch mehr Flexibilität bekommt. Bürgermeister Hellstern lässt über diesen Punkt abstimmen. Elf Gremiumsmitglieder sprechen sich für die angedachten 1500 Euro aus. Der Wert bleibt also so in der Geschäftsordnung stehen, die schließlich einstimmig beschlossen wird.

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