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Dillingen

17.01.2018

Der neue Dachstuhl fürs Rathaus kann kommen

Das Notdach über dem ausgebrannten Altbau des Dillinger Rathauses wird bald ersetzt
Bild: Jan Koenen

Der Dillinger Stadtrat vergibt den Auftrag an die Firma Schwertberger, die das wirtschaftlichste Angebot vorlegte.

Für Oberbürgermeister Frank Kunz ist es eine vorrangige Aufgabe dieses Jahres: Der Rathauschef will einen Stillstand beim Wiederaufbau des ausgebrannten Dillinger Rathauses vermeiden. Kunz denkt dabei an Straubing. Dort hat im November 2016 ebenfalls das Rathaus gebrannt. Und die Niederbayern rechnen damit, dass das Gebäude erst 2021 wiederhergestellt sein wird. So lange soll es in Dillingen nicht dauern. Inzwischen hat der Stadtrat den Auftrag für die Errichtung eines neuen Dachstuhls vergeben. „Der Wiederaufbau des Dillinger Rathauses kann schon bald beginnen“, sagt Kunz.

Den Weg dorthin hatte der Dillinger Stadtrat noch in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres, die ansonsten vorrangig einem ausführlichen Jahresrückblick dient, freigemacht. Mitte Dezember 2017 gab das Gremium die Ausschreibung für die statisch dringend-erforderlichen Dachstuhl-Arbeiten frei. Und am Montagabend – weniger als einen Monat später – hat der Stadtrat nun einstimmig den Auftrag für die Errichtung eines neuen Dachstuhls vergeben. Hierzu hat die Stadt laut Pressemitteilung alle örtlichen Unternehmen angefragt, zudem waren auch Zimmereien aus der Region mit Angeboten befasst. Den Zuschlag erhielt schließlich die Firma Schwertberger aus Donaualtheim, die nach Angaben der Stadtverwaltung mit rund 235000 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgab.

Ein einschneidendes Erlebnis für Dillingen

Dillingen hatte 2017 ein erfolgreiches Jahr, wie Kunz auch beim Neujahrsempfang bilanzierte. Mit dem Haus der Wirtschaft und der neuen Fachoberschule, die beide in Dillingen entstehen, bekommt die Kreisstadt zwei neue Bildungseinrichtungen. Dennoch war der Rathausbrand vom 26. Juli das einschneidendste Ereignis. Nur einen Tag stand die Verwaltung still. Aber nicht ganz, denn es gab am Donnerstag nach dem Brand eine standesamtliche Trauung. Viele Bürger zeigten sich vom Tempo des Wiederaufbaus beeindruckt. Der verkohlte Dachstuhl wurde rückgebaut, und die beschädigten Zwischendecken wurden entfernt. Derzeit halten Stützgerüste die verbliebenen Außenwände. Ein bewegliches Notdach wurde installiert, damit Regen und Schnee nicht ins Gebäude dringen können.

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Für Verdruss sorgte bei Kunz und dem Dillinger Stadtrat allerdings der Umstand, dass die Vergabe der Planung des Wiederaufbaus europaweit ausgeschrieben werden muss. Es drohte ein Stillstand von einem Jahr. Jetzt darf die Stadt beim Wiederaufbau doch früher anpacken, um größere Schäden an der Substanz zu vermeiden. Der Grund: Durch das Notdach und die Gerüste ist das Gebäude zwar gesichert und gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt. Weil Decken entfernt wurden und der Dachstuhl in Flammen aufgegangen ist, fehlen jedoch wichtige statische Elemente. Um weitere Schäden wie etwa Risse an der historischen Gebäudesubstanz zu verhindern, ist die möglichst schnelle Wiedererrichtung des Dachstuhls zur statischen Sicherung notwendig.

Im Februar soll es losgehen

Bereits im Februar sollen nach Informationen unserer Redkation die Dachstuhl-Arbeiten beginnen und voraussichtlich Mitte des Jahres abgeschlossen werden. Parallel dazu wird in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren der Planer für die übrigen Leistungen gesucht. Die Stadtverwaltung hat das Vorgehen laut Pressemitteilung rechtlich geprüft und mit der Versicherung abgestimmt. Oberbürgermeister Kunz sagt: „Für uns ist es das Wichtigste, dass beim zügigen Wiederaufbau keine Pause eintritt und im Schulterschluss mit heimischen Unternehmen unser Rathaus schnellstmöglich wieder in altem Glanz erstrahlt.“ (mit pm)

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