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Halbzeit-BilanzDZ

28.05.2011

Der neue Marktplatz findet großen Gefallen im Gremium

H. Rossmeisl
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H. Rossmeisl

Rita Oberfrank, Heribert Rossmeisl, Jakob Kehrle und Günter Ballis sitzen am längsten im Höchstädter Stadtrat. Sie bewerten für die

Höchstädt B16, Marktplatz, Kindergarten oder SSV – diese Themen beschäftigen derzeit oder noch länger den Höchstädter Stadtrat. Jakob Kehrle, Günter Ballis, Rita Oberfrank und Heribert Rossmeisl sitzen am längsten im Gremium. Sie ziehen im Gespräch mit der DZ Bilanz und schildern die vergangenen drei Jahre der jetzigen Amtsperiode aus ihrer Sicht.

Als wichtigstes Projekt für Höchstädt sieht FW-Stadtrat Jakob Kehrle das Thema B16. „Deshalb ist es so frustrierend, dass es, seit ich im Stadtrat sitze, keinen Schritt vorwärtsgegangen ist“, so Kehrle, der seit 1990 seinen Sitz im Höchstädter Gremium innehat. Dagegen lobt er die Entscheidung für den Lückenschluss: „Dieser Bau war leider notwendig. Er war sehr umstritten, aber ich bin sicher, dass er eine Entlastung für die Innenstadt herbeigeführt hat.“ Als Sportreferent liegt ihm auch das Projekt „Zukunft“ der SSV sehr am Herzen. Dieses habe man laut Kehrle lange aufgeschoben. „Und jetzt sollte es auch zu Ende gebracht werden.“ Trotzdem ist ihm auch wichtig, dass das Thema neues Feuerwehrhaus angepackt wird. „Wir sollten in die Planung gehen und nicht immer reden.“ Die Umgestaltung hinter dem Marktplatz gefällt dem Stadtrat dagegen gut. Ein Aushängeschild in Höchstädt ist seiner Ansicht nach das große Bürgerengagement. Dagegen fehlt dem 53-Jährigen bei den Sitzungen des Stadtrates eine vernünftige Streitkultur: „Es gibt zu wenig Teamplayer und keinen motivierenden Leitwolf.“

SPD-Kollege Heribert Rossmeisl, der seit 1990 im Stadtrat ist, wünscht sich ebenfalls ein besseres Miteinander: „Wir sollten mehr untereinander reden, dann wäre es ein richtig guter Stadtrat.“ Mancher solle sich mehr Manieren zulegen. „Trotzdem ist es ein bunter Haufen, mit dem es viel Spaß macht.“ Der 62-Jährige ist besonders auf das Höchstädter Schloss und die kulturellen Angebote der Stadt stolz. Trotzdem wünscht er sich mehr Möglichkeiten für Familien und Kinder: „Höchstädt ist von Wasser umgeben. Ich finde, wir könnten schon lange eine Bademöglichkeit an den unzähligen Seen schaffen.“ Ebenso sollte das Feuerwehrhaus endlich in Angriff genommen werden. Ähnlich urteilt er über ein anderes Projekt: „Die Kanalisation von Marktplatz bis Schloss muss endlich gemacht werden.“ Der neu gestaltete Marktplatz erfreut ihn dagegen.

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Mit aller Kraft will sich FDP-Stadtrat Günter Ballis – seit 1990 im Rat – für die Stadt einsetzen. „Ich lebe gerne in Höchstädt und möchte es auch voranbringen“, so Ballis gegenüber der DZ. Ihm mache auch die Arbeit mit dem Gremium Spaß, das sehr diskutierfreudig sei. Wenn er an Projekte der Stadt denkt, habe er ein lachendes, aber auch ein weinendes Auge. Der Marktplatz habe die Innenstadt belebt und der Lückenschluss habe auch eine spürbare Entlastung gebracht. „Ich bin auch froh, dass das Gremium beim Thema B16 geschlossen dahinter steht.“ Das Projekt „Zukunft“ der SSV sei ebenfalls ein wichtiges Projekt, das er mit aller Kraft unterstützen will. „Dort wird wirklich was bewegt.“ Eine aggressivere Politik wünscht er sich dagegen im Gewerbe. „Es ziehen immer wieder Betriebe weg, das müssen wir verhindern.“

Jugendtreff, Lückenschluss, Radweg, Kindergarten oder Marktplatz – das sind Projekte, auf die CSU-Rätin Rita Oberfrank stolz ist. Die 73-Jährige, die seit 1984 ihren Sitz innehat, betont im Gespräch mit der DZ, dass sie mit den Entscheidungen des Stadtrates zufrieden ist, „man muss halt akzeptieren, dass es andere Meinungen gibt“. Ihr war es immer ein Anliegen, sich nicht zu profilieren, sondern für die Stadt und deren Bürger zu handeln. „Deshalb ist es auch wichtig, dass das Feuerwehrhaus endlich angepackt wird. Die warten schon so lange.“ Auch eine sinnvolle Nutzung des alten Internats sei in ihrem Sinne. „Ich könnte mir dort auch gut ein Mehrgenerationenhaus vorstellen.“ Stolz ist Oberfrank, dass immer darauf geachtet wurde, keine neuen Schulden zu machen.

Wichtige Projekte vorangetrieben

Bürgermeisterin Hildegard Wanner sagte gegenüber der DZ, dass in den vergangenen drei Jahren wichtige Projekte vorangetrieben worden seien – auch weil der Stadtrat sehr konstruktiv zusammengearbeitet habe. Sie hob unter anderem den Kindergartenneubau, die Innenstadtentwicklung mit Marktplatz und Parkplatz, die B 16-Entscheidung oder den Lückenschluss hervor. „Wir mussten über schwierige Dinge entscheiden. Aber wir sind gut vorangekommen.“ Mit der Arbeit des Stadtrates sei sie zufrieden, auch wenn sie sich manchmal wünsche, dass demokratische Entscheidungen von allen akzeptiert werden.

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