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Höchstädt

26.07.2020

Die Bäckergesellen sind freigesprochen

Die Innungsbesten Salome Scheifler (Mitte links) und Melissa Schwerma (Mitte rechts) wurden ausgezeichnet, umgeben von (von links) Kreishandwerksmeister Werner Luther, dem stellvertretendem Bürgermeister der Stadt Höchstädt Stephan Karg, Obermeister Rupert Diethei und Oberstudiendirektor Gerhard Weiß.
Bild: Herker

Plus Die Innung Nordschwaben verteilt in Höchstädt die Gesellenbriefe an die Bäcker. Eine Absolventin erreicht die Traumnote 1,0.

Abschluss in Corona-Zeiten – nichts ist, wie es war. Doch auf eines mussten die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen der Bäckerinnung Nordschwaben nach ihren bestandenen Prüfungen nicht verzichten: eine Freisprechungsfeier, allerdings in kleinerem Rahmen als gewohnt, mit weniger Ehrengästen, Abstand, Masken und ohne eine Musikgruppe. Doch die Verantwortlichen – Obermeister Rupert Diethei, Kreishandwerksmeister Werner Luther und Oberstudiendirektor Gerhard Weiß, Schulleiter der Staatlichen Berufsschule Höchstädt – betonten, wie wichtig es ihnen war, den jungen Menschen einen möglichst festlichen Rahmen zu bieten. Als Anerkennung für ihre großartige Leistung.

Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse in Höchstädt

Und so versammelten sich die jungen Frauen und Männer – Bäcker und Bäckerei-Fachverkäuferinnen – und nahmen jetzt in der Staatlichen Berufsschule Höchstädt ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse entgegen. Kreishandwerksmeister Luther sprach die Absolventen frei. Eine besondere Ehrung erhielten die beiden Innungsbesten. Bei den Bäckerei-Fachverkäuferinnen ist dies Melissa Schwerma von der Bäckerei Pfister in Donauwörth. Mit einem herausragenden Notendurchschnitt von 1,0 überzeugte die Bäcker-Gesellin Salome Scheifler von der Rosenbäckerei in Oettingen. Ihnen beiden sprachen die Ehrengäste ihren Respekt aus. Höchstädts zweiter Bürgermeister Stephan Karg brachte es auf den Punkt: „Sie haben es verdient, heute geehrt zu werden.“ Obermeister Diethei betonte die Wichtigkeit ihres Berufsstandes: „Wir sind mitverantwortlich für die Gewährleistung, dass es bei uns das Grundnahrungsmittel Brot gibt. Wir haben einen schönen Beruf, und das Handwerk wird und darf niemals aussterben.“

Schulleiter Gerhard Weiß wies auf die Schwierigkeiten hin, mit denen die Lehrlinge in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie zu kämpfen hatten. Wegen der Schulschließung gab es weniger Unterricht. Und die Absolventen hätten auch mit der Unsicherheit klarkommen müssen: Findet überhaupt eine Prüfung statt? „Dass ihr das überstanden habt, das zeichnet euch am Ende aus“, sagte Weiß.

Brot ist ein Teil deutscher Kultur

Luther sprach die außergewöhnliche Brotkultur in Deutschland an. Im deutschen Brotregister seien 3189 verschiedene Brotspezialitäten registriert. „Ähnlich wie die französische Esskultur oder der argentinische Tango zählt das deutsche Bäckerhandwerk zur Vielfalt der sogenannten, lebendigen kulturellen Ausdrucksformen, die unmittelbar vom menschlichen Können getragen werden’“, sagte Luhter. Es erfülle damit die Voraussetzung, um von der Unesco als Kulturerbe geschützt zu werden Der Kreishandwerksmeister betonte: „Die ganze Welt beneidet uns um diese Vielfalt und sehnt sich nach deutschem Brot.“

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