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Die Chance der Umgehungsstraße sollte Holzheim ergreifen

Jonas Voss
Kommentar Von Jonas Voss
16.01.2019

Die mögliche Umgehungsstraße bei Eppisburg wäre eine große Erleichterung für die gesamte Gemeinde. Die positiven Argumente überwiegen.

Die Verkehrsbelastung in Deutschland nimmt zu – seit vielen Jahren. Auch im Landkreis Dillingen ist das zu spüren: Immer mehr Menschen pendeln weitere Strecken zur Arbeit, Lkw sind zu jeder Zeit als mobile Lager auf den Straßen des Landkreises anzutreffen. Kein Wunder also, dass bei Eppisburg täglich rund 2500 Autos gezählt werden. Zwar werden die Kritiker des Individual- und Lkw-Verkehrs lauter und mehr und mehr Politiker sowie Fachleute fordern eine deutliche Stärkung des Bahnverkehrs. Aber dieses Konzept, so sinnvoll und unerlässlich es ist, wird Jahre brauchen, ehe es Wirkung entfaltet.

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Die Umgehungsstraße bei Eppisburg ist eine Chance

In der Zwischenzeit vergammeln weiterhin Bahnstrecken, während der Lieferverkehr anwächst. Dafür sorgen Digitalisierung und Urbanisierung als globale Megatrends. Eine Gemeinde wie Holzheim leidet darunter: Ihre strategisch günstige Lage zwischen B16 und A8, dazu ohne Bahntrasse, lässt vielen Lkw-Fahrern und Pendlern überhaupt keine andere Wahl, als auf der Staatsstraße 2028 zu fahren.

Die angedachte Umgehungsstraße bei Eppisburg ist eine große Chance. Gewiss, es gibt gewichtige Argumente gegen den Bau: Mit der derzeit geplanten Länge von 3,3 Kilometern und einer benötigten Breite von etwa 20 Metern wird die Straße weitere sechs Hektar Fläche im Landkreis Dillingen versiegeln. In diesem Fall handelt es sich dabei um landwirtschaftliche Flächen, für die ein Ausgleich geschaffen werden muss. Das ist für manchen Landwirt sicherlich ein Ärgernis.

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Eine Realisierung des Projekts ist möglich

Für Agrarflächen lassen sich aber leichter Ausgleichsflächen schaffen als für Naturschutzgebiete, die sich über Jahrzehnte hinweg entwickeln müssen. Bei den Grundstückskäufen dürften jedenfalls Schwierigkeiten programmiert sein.

Die positiven Seiten wiegen in diesem Fall die Nachteile mehr als auf. Auto- und Lkw-Fahrer erhalten eine gut und zügig zu befahrene Strecke, die Einwohner profitieren in doppelter Hinsicht vom reduzierten Verkehr: mehr Ruhe und Sicherheit. Dazu kommen wohl Wirtschafts- und Radweg auf dieser Strecke. Bei der derzeitigen Regierung sitzt das Geld locker, eine Realisierung des nahezu komplett vom Freistaat finanzierten Projekts ist möglich. Diese Chance sollte Holzheim sich nicht entgehen lassen.

Lesen Sie hier den Hintergrundbericht aus dem Gemeinderat Holzheim

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