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30.09.2015

Die Geschichte des Klosters Weihenberg

Die Geschichte des Klosters Weihenberg
3 Bilder

Die Firma Denzel stellt in Wertingen einen neuen Bildband zur Vergangenheit des historischen Orts vor. Das Buch ist ein imponierender Beitrag zur Erforschung der regionalen Kulturgeschichte

Im festlichem Rahmen stellte die Firma Denzel den von ihr geförderten Bildband „Kloster Weihenberg und die Weihenbergmühle“ der Öffentlichkeit vor. Die Anwesen lagen früher auf dem Areal des Wertinger Unternehmens.

Siegfried Denzel begrüßte zahlreiche Gäste. Unter ihnen befanden sich die Professoren Dr. Rolf Kießling und Dr. Horst Kohler, der Direktor der Stadtbibliothek Augsburg, Dr. Helmut Gier, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Lintner und die Schriftstellerin Dr. Martha Schad.

Dr. Bernhard Brenner vermittelte einen Überblick über die Inhalte des Bandes, Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl würdigte die Neuerscheinung als exemplarisches Beispiel für die wissenschaftliche Erarbeitung schwäbischer Kulturgeschichte, Dr. Christoph Konrad vom Konrad-Verlag bestätigte Dr. Brenner die Erstellung einer perfekt digitalisierten Druckvorlage und stellvertretender Landrat Alfred Schneid beglückwünschte die Firma Denzel zu ihrem „verdienstvollen kulturellen Wirken“.

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Im Vorwort des Bandes unterstreicht auch Notker Wolf, Abtprimus des Benediktinerordens, den besonderen Wert der wissenschaftlichen Publikation. Der Historiker Dr. Bernhard Brenner hat im Zusammenwirken mit Dr. Walter Ansbacher und der Alois Denzel KG ein Werk geschaffen, das in exemplarischer Weise das Auf und Ab historischer Entwicklungen dokumentiert. Das gesicherte Wissen zum Kloster Weihenberg beschränkte sich bisher zumeist auf knappe Mitteilungen. Gesichert war, dass das Kloster 1145 durch Wilhelm und Arnold von Biberbach gegründet wurde. 1410 ist eine letzte Nonne urkundlich erwähnt.

1448 wurde das leerstehende Kloster an das Spital von Dillingen übergeben. Die Kirche wurde 1809 abgebrochen, das Kloster war schon vorher verschwunden.

Wer sich über Kloster und Mühle umfassender informieren wollte, konnte bislang nur auf eine Untersuchung von Richard Dertsch aus dem Jahre 1929 zurückgreifen. Bernhard Brenner ist es aber gelungen, weit über die bisher publizierten Zusammenfassungen hinaus ein breit angelegtes, wissenschaftlich abgesichertes und zugleich auch sehr lebendiges Bild einer signifikanten schwäbischen Klostergeschichte zu schaffen. Zu verdanken ist das der akribischen Auswertung der Quellen, aber auch der professionellen Unterstützung durch die Alois Denzel KG und den Anton H. Konrad Verlag. Autor Bernhard Brenner setzte sich bei der Erarbeitung seiner „neuen Studie“ das Ziel, „sowohl das vorhandene Quellenmaterial als auch die bislang daraus gewonnenen Erkenntnisse einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen und neue Sichtweisen zu integrieren“.

Der Autor beleuchtet auf der Grundlage der aufgefundenen Quellen die Entstehung, die Verfassung, die Besitz- und Herrschaftsgeschichte bis zum Niedergang der Anlage. Er weist nach, dass die permanente finanzielle Belastung des Klosters in dessen Verfassung begründet war.

Dass Geschichte trotz aller Rückschläge immer weitergeht, belegt ein zweites Kapitel, das von der Alois Denzel KG erarbeitet wurde. Es behandelt die Entwicklung der Weihenbergmühle vom Klostergut zur Holzgroßhandlung. Im Abschnitt „Traditionsbewusstsein und Kulturpflege als Zukunftsaufgabe“ wird ein kennzeichnendes Leitmotiv der Firma Denzel definiert: „Über die wirtschaftlichen Kontinuitäten durch die Aufrechterhaltung (bis 1972) und Weiterentwicklung des Mühlenbetriebs im Bekenntnis zur ökonomischen wie ökologischen und sozialen Verantwortung hinaus haben sich die Familie Denzel, die Alois Denzel KG und in besonderer Weise Siegfried Denzel um die Wahrung des historisch-kulturellen Erbes und um die Förderung des gegenwärtigen Kunst- und Kulturschaffens verdient gemacht.“

„Kloster Weihenberg und die Weihenbergmühle“, herausgegeben von der Alois Denzel KG unter Mitarbeit von Walter Ansbacher. 394 Seiten, mit zahlreichen Bilddokumenten und Illustrationen. Anton H. Konrad Verlag Weißenhorn.

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