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Dillingen/Heidenheim

27.05.2014

Die Grenzstraßen verbessern

Wollen die Straßen im Grenzgebiet verbesser: die Landräte Leo Schrell (rechts) und sein Heidenheimer Kollege Thomas Reinhardt.
Bild: LRA

Notfallpläne müssen grundlegend überarbeitet werden. Kommunalstammtisch tagte

Nach den Pfingstferien soll das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des etwa 1,7 Kilometer langen Teilstückes der Landesstraße 1167 zwischen der Umfahrung Medlingen im Zuge der B 492 und der Umfahrung Hermaringen eingeleitet werden. Dies betonte Heidenheims Landrat Thomas Reinhardt beim 80. Bayerisch-Württembergischen Kommunalstammtisch, der in diesen Tagen in Königsbronn-Zang stattfand.

Aufgrund des sehr schlechten Zustandes des unfallträchtigen Teilstückes hatte Reinhardt gemeinsam mit seinem Dillinger Kollegen Leo Schrell in den vergangenen Monaten bei der baden-württembergischen Landesregierung vehement den Ausbau eingefordert. „Der Neubau der Teilstrecke ist sowohl aus Gründen der Verkehrssicherheit als auch im Sinne eines attraktiven und leistungsfähigen Autobahnzubringers dringend notwendig“, sagte Schrell.

Eine Verbesserung streben beide Seiten auch mit dem Ausbau der Kreisstraße von Medlingen über Sachsenhausen nach Bachhagel an. So soll das rund 1,5 Kilometer lange Teilstück der Kreisstraße DLG 29 ab Obermedlingen richtliniengemäß trassiert und auf eine Breite von 5,50 Meter ausgebaut werden. Derzeit wird die Planung erstellt. 2015 soll die Maßnahme umgesetzt werden. Landrat Reinhardt sicherte zu, den Ausbau des Teilstücks der Kreisstraße 3030 im Bereich der Gemarkung Sachsenhausen zu prüfen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Kreistag könnte ein Ausbau frühestens 2016 erfolgen.

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Erneuert haben Landrat Leo Schrell und Landrat Thomas Reinhardt gegenüber den beiden Landesregierungen und der Bundesregierung die Forderung nach einer effektiven Gesundheitsreform, die eine solide Grundfinanzierung der Kliniken in kommunaler Trägerschaft dauerhaft sicherstellt.

„Nur so kann die hervorragende medizinische Versorgung in Wohnortnähe sowie die Notfallrettung nachhaltig gewährleistet werden“, erklärten Schrell und Reinhardt übereinstimmend. Als große Herausforderung für die Katastrophenschutzbehörden beider Landratsämter bezeichneten die beiden Landräte die Überlegungen nur künftigen Notfallplanung für Kernkraftwerke. So hat die Strahlenschutzkommission (SSK) im Februar 2014 die Empfehlung „Planungsgebiete für den Notfallschutz in der Umgebung von Kernkraftwerken“ beschlossen.

Das Papier soll demnächst von der Innenministerkonferenz beraten werden.

Die Empfehlungen der SSK sehen vor, den Radius der Mittelzone von derzeit zehn Kilometer auf 20 Kilometer auszudehnen. In dieser Zone lebende Menschen müssten im Störfall binnen 24 Stunden evakuiert werden. Dies erfordert eine grundlegende Überarbeitung der Notfallpläne, die auch die Aufnahmestationen für den Fall einer Evakuierung vorsehen.

Landrat Schrell verabschiedete Bürgermeister

Ein wenig Wehmut kam zum Schluss des Meinungsaustausches auf, als Landrat Leo Schrell die Bürgermeister verabschiedete, die zur Kommunalwahl im März nicht mehr angetreten waren. Er dankte Norbert Schön (Zöschingen), Josef Foitl (Ziertheim) und Dieter Ott (Haunsheim) für die stets konstruktive und menschlich angenehme Zusammenarbeit.

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