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Forsten

27.03.2020

Die Lage nach Sabine

Im Wald gibt es ein großes Problem

Mehrere Stürme haben sich im Frühjahr in den Wäldern ausgetobt. Der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten kam laut Pressemitteilung insgesamt glimpflich davon. Durch die feuchten Bodenverhältnisse gestalten sich die Aufräumarbeiten aber schwierig. Die Februarstürme Sabine, Tomris und Bianca sorgten für zahlreiche, einzeln geworfene oder gebrochene Bäume in den Wäldern. Nach ersten Schätzungen kam der Forstbetrieb Kaisheim mit etwa 15000 Kubikmeter Sturmholz glimpflich davon. Dies entspricht knapp zwölf Prozent des nachhaltigen jährlichen Einschlags.

Der ausbleibende Frost und die feuchte Winterwitterung erschweren die Aufarbeitung des Sturmholzes enorm. „Grundsätzlich versuchen wir, die Holzernte bei solch feuchten Bodenverhältnissen zu vermeiden, doch in der aktuellen Situation haben wir leider keine andere Wahl. Wegen des drohenden Borkenkäferbefalls muss das Sturmholz jetzt aus dem Wald“, erklärt Helmut Weixler, Leiter des Forstbetriebs Kaisheim.

„Zum Schutz des Waldbodens dürfen bei uns Rückefahrzeuge nur auf sogenannten Rückegassen fahren. Damit wird flächiges Befahren unterbunden, aber die Fahrbewegungen werden auf diese Rückegassen konzentriert. Um auch auf durchnässten Böden die Rückegassen zu schonen, fordern wir von unseren Unternehmern, Rückefahrzeuge mit Moorbändern auszurüsten.“

Die Lage nach Sabine

Diese wiederum verbinden zwei Achsen und sorgen durch eine stark vergrößerte Auflagefläche für weniger Bodendruck und damit für eine deutlich geringere Bodenverdichtung. Der Nachteil dabei sei jedoch, dass damit Forststraßen stark verschmutzen. Dies ließe sich aber erheblich leichter beheben als beschädigte oder zerstörte Rückegassen.

Die Aufarbeitung des Sturmholzes und der wegen der Nässe noch im Wald liegenden Stämme duldet laut Weixler keinen Aufschub mehr: „Wir müssen das Holz jetzt dringend aus dem Wald bringen. Durch die vielen verstreut liegenden Einzelwürfe sind davon fast alle Wälder betroffen. Wir bitten alle Waldbesucher um Verständnis für die notwendigen Wegesperrungen und die absehbaren Verschmutzungen unserer Forststraßen. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wege gereinigt und – falls notwendig – repariert.“ (pm)

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