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24.06.2009

Die Schulmilch macht's: Aktionstag in Wittislingen

Wittislingen Johannes ist ein Experte in Sachen Milch. Schließlich hat er die Kühe, die bei ihm daheim im Stall leben, schon selbst gemolken. Und außerdem trinke er dreimal am Tag Milch, sagt der elfjährige Knirps. Nur die, die direkt aus der Kuh kommt, die mag Johannes nicht. Die sei ja schließlich noch warm.

Nicht alle Kinder sind von Milch so begeistert wie Johannes - auch im Landkreis nicht. Der Elternbeiratsvorsitzende der Volksschule Wittislingen, Christoph Pappe, sagt: "Die Kinder ernähren sich zunehmend von Fast Food." Dabei sei gerade Milch wichtig für Schüler, so Monika Weber. Um Werbung für dieses tierische Produkt zu machen, ist die Schulmilchbeauftragte des Amtes für Landwirtschaft und Forsten gestern an die Bildungseinrichtung im Egautal gekommen.

Milch sei ein wichtiger Mineralstofflieferant, sagt Weber. Unter anderem ist in ihr viel Calcium enthalten. Und das wiederum ist gerade im Wachstum wichtig für Knochen und Zähne. Zudem enthält ein Liter Vollmilch 33 Gramm Milcheiweiß - gut für den Aufbau von Zellen, ebenfalls das Wachstum und die Kondition. Vitamine für Sehkraft, Blutbildung, Nerventätigkeit und wiederum Wachstum sind auch in der Milch - zudem Spurenelemente für die Knochenbildung und gesunde Haut. Und als Energielieferant dienen 35 Gramm Milchfett.

Doch die Kinder der Volksschule Wittislingen testen gestern vor allem, ob das, was Monika Weber mitgebracht hat, auch schmeckt. Und im Gepäck hat die Schulmilchbeauftragte nicht nur reine Vollmilch, sondern auch die Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade und Erdbeere. Timo probiert die Erdbeermilch und meint: "Die schmeckt mir." Der Elfjährige trinkt am Morgen bereits zu jedem Frühstück kalte Milch. Franziska dagegen mag lieber die mit Schokogeschmack - sie sei besser als Cola, meint die zehn Jahre alte Schülerin.

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Ob die Mädchen und Buben auch künftig die von der EU geförderte Schulmilch bekommen, das müsse jetzt das Schulforum beraten, sagt Elternbeiratsvorsitzender Pappe. Mitglieder sind Vertreter der Schüler, der Eltern und der Lehrer sowie die Schulleitung. Erich Schuster ist der Schulleiter. Er findet die Idee, das Nahrungsmittel an die Kinder und Jugendlichen zu verkaufen, gut: "Das passt in unser Programm."

Schließlich gebe es an der Wittislinger Volksschule bereits das Projekt "Voll in Form". Dabei bereiten Eltern gesundes Pausenbrot für die Kinder zu. Die Schnitten kommen bei den Schülern sehr gut an, so Schuster. Und zudem wachse so auch der Druck auf die Eltern, weil die Buben und Mädchen auch zu Hause Gesundes essen wollen.

Johannes trinkt derweil einen zweiten Becher Milch. Denn egal ob pur oder Schokogeschmack - dem Elfjährigen schmeckt beides.

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