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19.06.2009

Die "Schweinegrippe" hat den Landkreis erreicht

Landkreis (tiba) - Ein sieben Jahre altes Mädchen, das im Landkreis Dillingen zu Besuch war, ist an der sogenannten Schweinegrippe erkrankt. Der Kleinen geht es jedoch wieder besser. Alle Personen, die mit dem Kind in Kontakt standen, stehen nun unter einer Art Hausarrest. Das Mädchen war mit seinem Vater aus Kanada nach Deutschland eingereist.

Die Eltern in der Region kann Dr. Uta-Maria Kastner, Leiterin der Abteilung Gesundheit am Landratsamt, beruhigen - die Kleine hat keine Schule im Kreis besucht. Nach Angaben des Landratsamtes Heidenheim hat sich das Mädchen nicht in Deutschland, sondern in seiner Heimat infiziert. Sie werde seit Mittwochnachmittag im Klinikum in Heidenheim behandelt. Dass diese Grippeart tatsächlich vorliegt, habe das baden-württembergische Landesgesundheitsamt in Stuttgart nach entsprechenden Untersuchungen bestätigt.

Dr. Kastner vom Landratsamt Dillingen sagte zur DZ, die Symptome der Grippe seien plötzliches hohes Fieber oder Husten aber auch Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. "Charakteristisch ist das Fieber über 38,5 Grad." Alle, die mit der Kleinen Kontakt hatten, stehen nun unter einer Art Hausarrest. Das bedeutet, so die Medizinerin, dass diese Menschen zu Hause bleiben, keinen Besuch empfangen und auch zu den Nachbarn auf Distanz gehen sollten.

Allen geht es gut

Derzeit zeige aber keine dieser Kontaktpersonen Symptome, so Kastner: "Es geht allen bisher gut." Doch erst am Dienstag nächste Woche steht fest, ob sich diese Menschen angesteckt haben oder nicht. Denn so lange kann die Grippe noch ausbrechen. Infizieren kann man sich an der Krankheit durch die sogenannte Tröpfcheninfektion - also durch Anniesen oder Anhusten. Auch beim Händeschütteln kann sie übertragen werden. Dr. Kastner: "Der Krankheitsverlauf ist bislang relativ milde." Menschen, die grippeähnliche Symptome zeigten, sollen nach Angaben des Gesundheitsamtes unbedingt zuerst telefonisch mit ihrem Hausarzt Kontakt aufnehmen und nicht ohne Terminabsprache in die Praxis oder Krankenhausambulanzen gehen.

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