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Premiere

02.05.2016

Die Sprache der Freundschaft gesprochen

Frauen aus Eritrea zeigten eine Kaffeezeremonie.
Bild: Schrenk

Der erste Sprachtreff in der Kulturkneipe Chili in Dillingen war ein voller Erfolg. Um was es ging

Unter dem Motto „Wir sprechen alle die Sprache der Freundschaft“ fand der erste Sprachtreff in der Kulturkneipe Chili in Dillingen statt, bei dem grundsätzlich nur Deutsch gesprochen wurde. Im Mittelpunkt stand Eritrea, eines der Herkunftsländer einer Vielzahl von Flüchtlingen aus dem Landkreis Dillingen. Nach dem Willkommensgruß durch den Koordinator des Helferkreises Asyl und Migration, Georg Schrenk, konnten die mehr als 150 Gäste bei einem Film einen kleinen Einblick in das Land und die Kultur Eritreas gewinnen.

Dass das Verlassen des Landes von der dort herrschenden Regierungen als verbrechenswürdig angesehen wird, ist bei uns weitestgehend unbekannt. Bei der anschließenden Kaffeezeremonie, die von eritreischen Frauen gezeigt wurde, wurde die Vielfalt und die Gastfreundschaft des Landes verdeutlicht. Bei einem Büfett mit landestypischen Speisen, die von Flüchtlingen aus Eritrea und Somalia vorbereitet wurden, konnte man auch einen kulinarischen Einblick gewinnen und verschiedenste traditionelle Gerichte probieren.

Die 150 Besucher aus dem Raum Dillingen, die sich sowohl aus Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunftsländer als auch aus Bürgern des Landkreises zusammensetzten, nutzten den Nachmittag zum gemeinsamen Austausch und Kennenlernen. Im Nebenraum wurden die anwesenden Kinder von zwei Studentinnen der Fachakademie der Sozialpädagogik bestens betreut. So spielten Kinder aus fünf verschiedenen Nationen friedlich miteinander und waren so ein gelebtes Beispiel für perfekt funktionierende Integration. Auch das Beratungsangebot der Migrationsbeauftragten Ella Gillert wurde rege in Anspruch genommen. Das Organisationsteam, bestehend aus Rebekka Jähnig, Cornelia Kügel-Merkel, Sabine Verron-Kleiner, Barbara Brüning und Peter Schromm, zeigte sich überwältigt angesichts der hohen Besucherzahl. „Die tolle Stimmung, der Gedankenaustausch zwischen Flüchtlingen und Einheimischen sind ein besonderes Beispiel für eine Veranstaltung, bei der die Integration gefördert wurde“, sagt Koordinator Georg Schrenk. Derartige Veranstaltungen seien mehr als Sonntagsreden über Integration und Migration, vielmehr eine gute Möglichkeit, Vorurteile abzubauen und sich gegenseitig kennen und schätzen zu lernen. Ein besonderer Dank ging an das Chili-Team für die freundliche Bewirtung. (pm)

steht unter dem Motto „Syrien“ und findet am 31. Mai um 16.30 Uhr im Chili statt.

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