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Verbandsversammlung

08.11.2018

Die Stadtwerke erhöhen den Strompreis

Die Stadtwerke erhöhen die Strompreise.
Bild: Benedikt Siegert

Für etwa 17000 Kunden in Dillingen und Lauingen wird die Energie teurer. Das hat bestimmte Gründe.

Für die etwa 17000 Kunden der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen (DSDL) wird der Strom teurer. Die Verbandsversammlung hat am Mittwoch die Erhöhung des Strompreises beschlossen. Die neue DSDL-Verbandsvorsitzende und Lauinger Bürgermeisterin Katja Müller und ihr Stellvertreter, Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz, betonten, dass es den Stadtwerken in den vergangenen sechs Jahren gelungen sei, den Strompreis stabil zu halten. Sie baten Werkleiter Wolfgang Behringer in der Verbandsversammlung um eine Erklärung, warum eine Preissteigerung notwendig sei.

Tarife aber stabil

Behringer erläuterte den Dillinger und Lauinger Stadträten laut Pressemitteilung die Hintergründe für die Preisentwicklung. So habe der Gesetzgeber die Abgaben und Umlagen, die auf den Strompreis entfallen, ab dem 1. Januar 2019 neu festgesetzt. Die EEG-Umlage, die den Ausbau der erneuerbaren Energien fördert, die KWK Umlage – sie fördert die ressourcenschonende gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom – und die Offshore-Umlage (Ausgleich für nicht eingespeisten Windstrom) sowie die darauf entfallende Mehrwertsteuer sind laut Behringer seit Jahren ausschlaggebend für deutschlandweit steigende Strompreise. Ebenso seien die Kosten für die Netzentgelte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Weiter erklärte der Werkleiter, dass die Umlagen und Abgaben seit dem Jahr 2013 um 2,84 Cent pro Kilowattstunde (kWh) brutto zugenommen hätten. Behringer sagte: „Trotz der Steigerung um fast 16 Prozent war es den DSDL seitdem gelungen, die Stromtarife aufgrund unserer verbesserten Einkaufskonditionen stabil zu halten.“ Für das kommende Jahr seien allerdings sowohl die Einkaufspreise als auch die Netzentgelte in einem solchen Maß gestiegen, „dass die Stadtwerke die Steigerung nicht mehr alleine tragen können, sondern an die Kunden weitergegeben müssen“. Aus diesem Grund müssen die DSDL laut Behringer zum 1. Januar 2019 die Preise in der Grund- und Ersatzversorgung um brutto 1,92 Ct/kWh anheben.

Behringer führte hierzu das Beispiel eines Haushalts mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr an. Hier würden die zukünftigen Mehrkosten 5,60 Euro im Monat betragen. Kunden mit einem Wahltarif sollen in den kommenden Wochen ein neues Angebot erhalten. Die Mitglieder der Verbandsversammlung stimmten schließlich einstimmig für die Erhöhung der Strompreise. (pm, bv)

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