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Höchstädt

31.07.2018

Die Urnengräber in Deisenhofen sind fertig

Der Höchstädter Bauausschuss schaut sich die fertigen Urnengräber in Deisenhofen an. Nicht allen gefällt die kahle Wand, der Wunsch nach Bäumen wurde beim Ortstermin genannt.
Bild: Brigitte Bunk

Nicht allen Höchstädter Stadträten gefällt aber das Umfeld.

Jetzt sind die Urnengräber in Deisenhofen fertig. An der Friedhofsmauer liegen sie, wer durch das Eingangstor von der Mörslinger Straße her kommt, sieht sie an der gegenüberliegenden Seite rechter Hand. Zwölf hellbraune, abnehmbare Tafeln hängen an der frisch verputzten Wand, auf denen bald die Namen der dort Begrabenen stehen werden. Drei Urnen finden Platz in jedem der kleinen mit Stein eingefassten Rechtecke, die derzeit mit Rindenmulch bedeckt sind. Wie die Angehörigen das später halten, bleibt ihnen selbst überlassen, erklärt Stadtbaumeister Thomas Wanner den Stadträten, die im Höchstädter Bauausschuss sind und sich an diesem heißen Montagnachmittag die Baustellen vor Ort ansehen.

Im vergangenen Jahr wurde die Mauer saniert, die Fundamente erneuert. Davor war die Mauer von Büschen eingewachsen. Die Ausbuchtungen, die zu sehen sind, werden im Herbst bepflanzt, erläutert Wanner. So ähnlich könnte man auch an der anderen Seite weitermachen und weitere Urnengräber anlegen, wenn die zwölf mit den jeweils drei Urnen gefüllt sind, wobei die Bestatteten nicht zwingend aus einer Familie stammen müssen, die das Grab kauft.

Einem Höchstädter Stadtrat ist die Wand zu Kahl

Simon Wetschenbacher, Vorsitzender des Bauausschusses, will wissen, warum vor den Gräbern keine Platten gelegt wurden. Wenn es regnet, wäre das eine saubere Sache. Momentan ist der Boden weich, frischer Humus wurde eingebracht, die Fläche mit Gras angesät. Der Stadtbaumeister verweist auf den gesamten Friedhof, wo nirgends Platten um die Gräber herum liegen. Nur Kies. „Das ist so gewollt, wir wollen einen Stil beibehalten.“ Stadtrat Günter Ballis findet die Wand zu kahl. Ihm würden Bäume außerhalb der Mauer gefallen. Wanner verweist auf den Friedhof in Schwennenbach, wo südlich große Bäume stehen, von denen die Grabbesitzer alles andere als begeistert sind. Da das Gelände außerhalb des Deisenhofener Friedhofs dem Nachbarn gehört, steht hier sowieso nur eine Bepflanzung innerhalb zur Diskussion, die eben im Herbst ausgeführt wird, wenn nicht mehr so viel gegossen werden muss wie jetzt.

Auf Nachfrage von Drittem Bürgermeister Hans Mesch nennt Wanner Zahlen. Rund 9000 Euro hat die Herstellung der Urnengräber gekostet, der Bauhof hat die Arbeiten durchgeführt. Auch in Höchstädt und Oberglauheim können Urnengräber zur Bestattung gewählt werden. Am Friedhof in Schwennenbach werden sie gerade hergestellt. Ein weiterer Bericht folgt.

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