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Dillingen

03.03.2016

Die WIR im Zeichen des Biers

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Die Dillinger Regionalschau stand bei der Eröffnung im Zeichen des Biers: (von links) Braumeister Christoph Hald, die Vertreter sechs Wirtschaftsvereinigungen Rainer Hönl Gundelfingen), Manuel Schuster (Aschberg), Hans Moraw (Wertingen), Tobias Langer (Höchstädt), Sylvia Stapfer (Dillingen) und Joachim Powalowski (Lauingen) sowie Messeorganisator Josef A. Schmid.

Mit der Verkündigung des bayerischen Reinheitsgebotes ist die Regionalschau in Dillingen gestartet. Schon am ersten Tag ist der Zulauf beachtlich

Magdalena Schmid hatte nach dem jüngsten Wintereinbruch nicht zu viel versprochen. „In den Hallen ist es Sommer“, kündigte die Seniorchefin des Mörslinger Ausstellungsbüros vor der Eröffnung der Wirtschafts-, Informations- und Regionalausstellung (WIR) im Dillinger Donaupark an. Und als die Vertreter der sechs Wirtschaftsvereinigungen gestern Vormittag den Startschuss für die WIR 2016 gaben, da hatte es in Halle R tatsächlich Temperaturen wie im Sommer. Die Heizungen liefen auf Hochtouren, und die Stimmung war heiter.

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Dies mag auch am Thema liegen. Denn die Wirtschaftsschau, die bis zum kommenden Sonntag 50000 Besucher in den Donaupark locken soll, hat ein Schwerpunktthema – dem Bier ist eine Sonderschau gewidmet. Beim Festakt trat am Mittwoch die Gruppe „Ingolstadt erleben“ mit ihrem Herzog Wilhelm IV. (Oswin Dotzauer) auf, der das bayerische Reinheitsgebot vom 23. April 1516 für das Bierbrauen verkündete. Er sang zur Melodie aus Verdis Gefangenenchor. „Ja, unser Bier wird net versaut, unser Bier wird rein gebraut.“ Der Herzog animierte die geladenen Gäste zum Jubel. Und Beifall erhielt danach auch das Sextett der Wirtschaftsvereinigungen (WV).

Seit 20 Jahren existiert die WIR, und in diesem Jahr gibt es ein Novum: „Wir freuen uns sehr, dass jetzt aus dem Zusamtal die Wirtschaftsvereinigung Wertingen zum ersten Mal mitmacht“, sagte die Dillinger WV-Vorsitzende Sylvia Stapfer. Sie bildete zusammen mit den Vorsitzenden Joachim Powalowski (Lauingen), Rainer Hönl (Gundelfingen), Tobias Langer (Höchstädt), Manuel Schuster (Werbegemeinschaft Aschberg) und Hans Moraw (Wertingen) das Sextett, das die WIR eröffnete. „Jetzt ist es eine richtige Landkreis-Ausstellung“, sagte Stapfer. Moraw versicherte, es sei „der richtige Schritt“ gewesen, dass sich die WV und die Stadt Wertingen an der Regionalschau in Dillingen beteiligen.

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Hönl stellte den Sinn der Wirtschaftsausstellung heraus. Die Konkurrenz durch den Online-Handel und benachbarte Zentren sei groß. „Wenn wir wollen, dass das Geld unserer Bürgerinnen und Bürger hier im Landkreis ausgegeben wird, dürfen wir uns nicht verstecken“, meinte Hönl. Firmen könnten auf der WIR Tausenden von Gästen zeigen, „dass es sich lohnt, Anbieter vor Ort zur berücksichtigen“.

Die Eröffnung verfolgten viele prominente Gäste, unter anderem Regierungspräsident Karl Michael Scheufele, Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange, Bezirksrat Johann Popp, IHK-Vizepräsident Walter Berchtenbreiter und der Präsident des Bayerischen Gemeindetags, Uwe Brandl. Die Aschberger Alphornbläser und die Tanzlmusi Schwenningen machten Musik, und in der Showküche brutzelte Jürgen Brugger vom Finninger Schlössle Allgäuer Rinderwürfelchen. Den Bieranstich erledigte Schirmherr Leo Schrell souverän. Mit zwei Schlägen stach er das Fass an. Für die WIR hatten die Wirtschaftsvereinigungen eigens ein Bier bei der Brauerei Hald in Dunstelkingen brauen lassen. Als vor 20 Jahren das Projekt WIR aus der Taufe gehoben wurde, habe es kontroverse Diskussionen gegeben, erinnerte Schrell. „Zu unserer aller Freude hat sich das Landkreisbaby kräftig entwickelt und ist erwachsen geworden.“ Die Ausstellung habe ein Einzugsgebiet bis zu 75 Kilometern. Sie zeige auch heuer wieder „die starke und stabile Wirtschaftskraft unseres Landkreises in eindrucksvoller Weise“, sagte Schrell.

Dillingens Oberbürgermeister Kunz würdigte die beteiligten Aussteller, die in den Zeiten des zunehmenden Internet-Handels „fünf Tage lang Flagge zeigen“. Das Netz sorge nicht für Arbeitsplätze und attraktive Innenstädte vor Ort – im Gegensatz zu den ortsansässigen Unternehmen.

Eine Hoheit war von der Zeremonie angetan: die bayerische Bierkönigin Marlene Speck, die seit sieben Jahren eine Hobbybrauerei betreibt. Bis zum 12. Mai geht ihre Amtszeit, und am Mittwoch hat die Starnbergerin ihren ersten Termin in Schwaben absolviert. „Ich finde es beeindruckend, wie sehr hier auf die regionale Karte gesetzt wird“, sagte die Bierkönigin beim Messerundgang. Gleich am ersten Tag der Regionalschau kamen 7480 Besucher auf das Festgelände im Donaupark. Viele Gäste waren von der Vielfalt angetan. „Die WIR ist interessant“, befand die Demmingerin Maria Kränzle. Die Ausstellung habe Flair.

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