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31.10.2009

Die große Biotonne "Jumbo" mit 240 Litern kommt

Landkreis Der Abfallwirtschaftsverband Nordschwaben (AWV) führt nächstes Jahr eine größere Biotonne ein. Bisher war das Volumen des Behälters limitiert auf 120 Liter. Nun werden Biotonnen mit 240 Liter Fassungsvermögen für Bürger ab 1. Januar 2010 zur Verfügung stehen. Das wurde gestern in der Sitzung des AWV im Landratsamt Dillingen beschlossen.

Gerhard Wiedemann, Werkleiter beim AWV, erklärte die Gründe für die neue Biotonne. Seit die Sammlung wöchentlich durchgeführt wird, ist die Zahl der gemeldeten Biotonnen sprunghaft angestiegen. Viele Bürger sparen sich damit die Fahrt zum Grünsammelplatz. Denn sie verwerten ihren Rasenschnitt in der braunen Tonne vor der Haustüre. "Für die Besitzer größerer Gärten war jedoch das 120-Liter-Volumen nicht ausreichend", sagt Wiedemann. Deswegen wird nun ab 1. Januar 2010 die Biotonne mit 240 Litern eingeführt.

Die braune Tonne ist ab Dezember 2009 kostenlos auf allen Recyclinghöfen des AWV erhältlich. Die kleine Version kann auch in die nächste Größe mit 240 Litern umgetauscht werden. Geleert wird sie wie die 120 Liter Tonne von Mai bis Oktober wöchentlich; und von November bis April alle 14 Tage. Übrigens: Es ist möglich zwei Tonnen mit jeweils 120 Litern zu benutzen, zum gleichen Gebührenpreis wie eine 240-Liter-Tonne. Der Vorteil sei das bessere Handling der Behälter, so Wiedemann.

Bei der Sitzung wurde nicht nur die Einführung der neuen Tonne beschlossen, sondern auch die Gebühren vereinfacht. Von ehemals zwölf unterschiedlichen Tarifen werden die Gebühren auf zwei eingedampft. Die Neuregelung bestimmt, dass die 120 Liter Biotonne ab 2010 einheitlich zwei Euro und die 240 Liter Version vier Euro im Monat kosten soll. Zwar nimmt die AWV durch die Umstellung weniger Geld ein. Dafür führen die einfachen Regelungen zu mehr Klarheit und weniger Verwaltungsaufwand. Bernd Nicklaser, Rechtsdirektor der Stadt Dillingen, gibt zu bedenken, dass die Umstellung der Gebühren allein schon aus Rechtsgründen notwendig war. Professor. Dr. Georg Barfuß (FDP) kommentiert dagegen die Vereinfachung mit den Worten: "Wir sind eine lernende Verwaltung. Wir passen uns den neuen Gegebenheiten an." Auch Josef Reichensberger von der CSU Donauwörth begrüßte die Neuregelung mit den Worten: "Bürgerfreundlicher kann man nicht sein." Der Vorsitzende Stefan Rößle, Landrat des Donau-Ries-Kreises, fasst zusammen, dass die Gebühren stabil bleiben trotz Ausbau der Leistungen.

Die große Biotonne "Jumbo" mit 240 Litern kommt

Leichter Überschuss

Der neue Wirtschaftsplan der AWV weist ein erhöhtes Plus von 50 400 Euro aus. Das leichte Plus ist durch die konstant steigenden Gebühreneinnahmen zu erklären. Die Planungen könnten jedoch über den Haufen geworfen werden, falls die angedachte Mehrwertsteuer für Abfallentsorger durchgesetzt wird. Rößle gab zähneknirschend zu, dass der Punkt das Ergebnis verhageln kann.

Zahlreiche Investitionen stehen auf dem Programm des AWV für 2010. So sollen Recyclinghöfe in Dillingen, Wemding und Rain angegangen werden. Ebenso wird Geld für den Ausbau von Grünsammelplätzen in Dillingen Höchstädt und Binsberg verwendet. Dadurch soll die Entsorgung der Abfälle vereinfacht werden.

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