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04.07.2010

Dieter Zitzler: Gott auf der Spur bleiben

Pfarrer Dieter Zitzler (Zweiter von links) wurde am Freitagabend in Unterglauheim von Domkapitular Karlheinz Knebel (links) in sein Amt als Dekan des Dekanates Höchstädt eingeführt. Mit ihm freuten sich sein Vorgänger Ludwig Michale (rechts) und Regionaldekan Gottfried Fellner. Foto: Veh
Bild: Veh

Unterglauheim Eine neue Aufgabe für Pfarrer Dieter Zitzler: Der 39-jährige Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Blindheim ist jetzt Dekan des Dekanats Höchstädt. Domkapitular Karlheinz Knebel hat Zitzler am vergangenen Freitagabend in der Pfarrkirche St. Vitus in Unterglauheim in sein Amt eingeführt. "Es ist sicher eine heiße Einführung", meinte Zitzler mit einem Lächeln. Denn draußen vor der Kirche hatte es an diesem Freitagabend immer noch an die 30 Grad.

Etwa 50 Ministranten der Pfarreien Unterglauheim, Blindheim, Gremheim, Wolpertstetten und Schwenningen hatten Dieter Zitzler ins Gotteshaus geleitet. Neben Domkapitular Knebel, Regionaldekan Gottfried Fellner und Ludwig Michale, Zitzlers Vorgänger als Dekan, feierten acht weitere Geistliche des Dekanats Höchstädt die heilige Messe im vollgefüllten Gotteshaus mit.

Nach dem Rücktritt des früheren Bischofs Dr. Walter Mixa ist der einstige Generalvikar Knebel jetzt Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators Weihbischof Josef Grünwald. Die Ernennung Zitzlers zum Dekan sei die letzte Amtshandlung unter der Verantwortung Mixas gewesen. Knebel ging in seiner Predigt auf das Evangelium des Tages, Mariä Heimsuchung, ein. Die beiden Frauen Elisabeth und Maria, die beide guter Hoffnung sind, begegnen einander. Und in dieser Begegnung sei Gott erfahrbar geworden. Knebel ging auf die aktuelle Krise der Kirche im Bistum Augsburg ein, die es zu überwinden gelte. Das zweite Problem sei der gesellschaftliche Wandel, der die Pfarrgemeinden herausfordere. Im Dialog zwischen Seelsorgern und Pfarrgemeinden sollen Werte wie Transparenz, Partnerschaftlichkeit, Wertschätzung und Achtung verwirklicht werden.

Ludwig Michale gedankt

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Knebel dankte dem früheren Dekan Ludwig Michale, der von Wertingen nach Langenmosen wechselt. Bei der Amtseinführung betete Dieter Zitzler das Glaubensbekenntnis. Und am Ende des festlichen Gottesdienstes, den Silvia Kaltenstadler an der Orgel musikalisch umrahmte, sprach der 39-Jährige über seine neue Aufgabe: "Das Amt des Dekans ist ein Dienst, der helfen soll, dass wir Gott auf der Spur bleiben." 1974 sei das Dekanat Höchstädt von der Landkarte verschwunden, vor zwölf Jahren feierte es Wiederauferstehung. Zitzler attestierte dem ersten Dekan Ludwig Michale eine gute Arbeit. "Die Nord- und Südstaaten stehen sich nach zwölf Jahren friedlich gegenüber", meinte der Nachfolger humorvoll. Das Dekanat reicht von Bissingen bis Bliensbach und von Finningen bis Buttenwiesen. Zitzler forderte dazu auf, "den Eingebungen des Geistes zu folgen". Der Pfarrer hat sich das Ziel gesteckt, "die Leidenschaft und Freude am Glauben spürbar zu machen". Domkapitular Karlheinz Knebel sagte: "Der Dienst an der Einheit ist das Wesentliche. Und dazu gehört es, die Vielfalt zu wahren."

Nach dem offiziellen Teil folgte ein Stehempfang im Unterglauheimer Pfarrheim, zu dem auch die Bürgermeister Wilhelm Gumpp (Blindheim) und Reinhold Schilling (Schwenningen) gekommen waren. Dabei war auch Kirchenpfleger Max Schelkshorn aus Zitzlers Heimat Kirchdorf im Unterallgäu: "Das war ein sehr feierlicher Gottesdienst, wir haben uns für Dieter Zitzler sehr gefreut."

Ergriffen von der Feier zeigte sich auch die Unterglauheimer Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Dekanatsratsvorsitzende Bernadette Mayer. Die Amtseinführung sei etwas ganz Besonderes, sagte Mayer: "Es ist das erste Mal, dass ein Seelsorger unserer Pfarreiengemeinschaft zum Dekan ernannt wurde."

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