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Dillingen
26.10.2019

Dillingen gräbt und baut

Die äußere Mauer der Stadterweiterung von 1674 haben Archäologen in der Kapuzinerstraße freigelegt. Dort entstehen zwei große Wohn- und Geschäftshäuser. In eines von ihnen wird der neue Müller-Markt einziehen.
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Die äußere Mauer der Stadterweiterung von 1674 haben Archäologen in der Kapuzinerstraße freigelegt. Dort entstehen zwei große Wohn- und Geschäftshäuser. In eines von ihnen wird der neue Müller-Markt einziehen.
Foto: Berthold Veh

Plus Wegen der archäologischen Untersuchungen verzögert sich der Bau der beiden Geschäftshäuser in der Kapuzinerstraße. Andernorts gibt es Neueröffnungen. Und der Start der Kinderarztpraxis steht bevor.

Baumaschinen sind in diesen Tagen an vielen Dillinger Orten zu sehen. Denn in der Kreisstadt wächst ein Millionenprojekt nach dem anderen aus dem Boden – von der neuen Mittelschule über die Regens-Wagner-Zentrale bis zum Haus der Wirtschaft. Auf der prominentesten, weil zuschauerträchtigsten Baustelle in der Kapuzinerstraße ist der Baufortschritt aber gebremst. Dort wollen die Stadthaus Dillingen GmbH und die VR-Bank Donau-Mindel zwei große Wohn- und Geschäftshäuser errichten. Der neue Müller-Markt, die Firma MyShoes und ein Textilhändler werden sich dort niederlassen. Anstatt PS-starker Radlader und eines hohen Krans ist dort aber gegenwärtig nur ein kleiner Archäologen-Trupp mit Spitzhacke und Schaufeln zu sehen. Andreas Heimerl und sein Team graben im Auftrag der Investoren und unter Aufsicht des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege das Gelände um. Sie haben dort ein altes Dillinger Handwerkerviertel aus dem 14. und 15. Jahrhundert entdeckt. Inzwischen haben die Archäologen die komplette äußere Kalksteinmauer der Stadterweiterung von 1674 in Richtung Norden freigelegt – und die innere Mauer. Dazwischen war der Zwinger. Dieses offene Areal zwischen den Mauern habe der Verteidigung gedient, informiert Heimerl. Auch Gräben haben die Experten entdeckt. Vermutlich sei in ihnen Quellwasser von der Hochterrasse im Norden in die Stadt geleitet worden. Wie viel Zeit die Ausgrabungen noch benötigen, könne er noch nicht abschätzen, teilt Heimerl mit.

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