Newsticker
Merkel kann mit Scholz im Kanzleramt "ruhig schlafen"
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Dillingen: Sanierung in Dillingen: Zum Wohl der Anwohner und Schwalben

Dillingen
15.09.2019

Sanierung in Dillingen: Zum Wohl der Anwohner und Schwalben

Die Dillinger Baugenossenschaft hat bei der Sanierung im Lustgarten Nistplätze der Mehlschwalben erhalten.
Foto: Genossenschaft

Vier Häuser „Am Lustgarten“ in Dillingen werden saniert.

Im Rahmen der laufenden Substanzerhaltung führt die Baugenossenschaft Dillingen seit April Sanierungen an vier Häusern in der Straße „Am Lustgarten“ in der Nähe des Schlosses durch. Die Arbeiten an den 33 Wohneinheiten umfassen dabei den Neuanstrich der Fassaden, Dachinstandsetzungen und die Auffrischung der Treppenhäuser.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 270.000 Euro. Mehrere tausend Euro hat die Genossenschaft jetzt für den Erhalt der Nistplätze von Mauerseglern ausgegeben, die seit Jahren insbesondere an einem der vier Gebäude ihren Nistplatz haben.

Während der Brutzeit wurde nicht gearbeitet

Während der Brutzeit der Mehlschwalben haben unter anderem die Gerüstbauer und Maler ihre Arbeit nach der Fertigstellung des dritten Gebäudes unterbrochen. Da die Vögel die Aufzucht ihres Nachwuchses inzwischen abgeschlossen haben und sich bereits wieder auf dem Weg in den Süden befinden, werden die Arbeiten am vierten Gebäude nun in Kürze wieder aufgenommen.

Auch im nächsten Jahr hat die Baugenossenschaft eigenen Angaben zufolge das Wohlempfinden der gefährdeten Vögel und damit den Artenschutz im Blick. Darum werden die Schwalben nach der Rückkehr aus ihren Winterquartieren ihre Nester unbeschadet vorfinden.

Eine Mehlschwalbe.
Foto: Partsch (Symbol)

Die Brutstätten bleiben erhalten

Die bestehenden Brutstätten, die sich unter dem Dachüberstand befinden, werden, so teilt Vorstand Franz Pfeifer mit, bei der anstehenden Fassadenertüchtigung erhalten. Dadurch könnten die Nistplätze auch dauerhaft von den Zugvögeln, die auf der Roten Liste bedrohter Tierarten stehen, bewohnt werden. Gleichzeitig komme mit dem Erhalt der Brutstätten die Baugenossenschaft den Anforderungen des Artenschutzes nach. Um die erneute Verschmutzung des Gebäudes durch den Kot der Jungvögel zu vermeiden, werden Kotbretter an der Fassade angebracht. (mit pm)

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.