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02.06.2009

Dillingen soll zur Marke werden

Dillingen. Die Wirtschaftsvereinigung (WV) Dillingen ist nicht bereit, angesichts der globalen Finanzkrise in das große Klagelied einzustimmen. Das bewies der Vorsitzende Josef Albert Schmid bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Convikt. Im Vordergrund stand die Gründung eines neuen Vereins zur Imagepflege der Stadt. Schmid zog rückblickend eine positive Bilanz, wobei er besonders den großen Erfolg des Schwarz-Weiß-Balles herausstellte und die Organisatoren für ihr Engagement lobte.

"Es ist eine Zeit des Aufbruchs. Deshalb müssen wir neue Impulse setzen und Dillingen zur Marke machen", sagte Schmid. Wie er das vorhat, erläuterte er anhand des Beispiels Heidenheim. "Als man ein Logo und den passenden Slogan für die Stadt suchte, wurde eine Image-Analyse gemacht, was die Heidenheimer mit ihrer Stadt verbinden und wofür sie steht. Man schrieb einen öffentlichen Wettbewerb für das beste Logo aus."

Schmid weiter: "Für viele ist Dillingen das schwäbische Rom oder die Kneipp-Stadt. Wir wollen uns deshalb daran machen, ein Image herauszuarbeiten und Dillingen zur Marke zu machen." Dabei ist der WV und der Stadt im Dialog eine Lösung eingefallen: Die Gründung des neuen Vereins "Image Plus in Dillingen e. V.". Der Vorteil: Jeder Euro, den die Wirtschaftsvereinigung hier einbringt, wird von der Stadt mit einem weiteren Euro bezuschusst - bis maximal 25 000 Euro jährlich. Stadtkämmerer Michael Bregel sagte, dass die Neugründung des Vereins seitens der Stadt aus verwaltungstechnischen Gründen notwendig sei, damit es möglich werde, der Wirtschaftsvereinigung die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die neue Vorstandschaft der Wirtschaftsvereinigung soll auch zur Hälfte die Posten der neuen Vorstandschaft von "Image Plus in Dillingen e. V." besetzen. Die Aktivitäten der Werbegemeinschaft hingegen laufen offiziell aus. Deren Vorsitzende werden in Image Plus übernommen. Die andere Hälfte der Vorstandschaft wird durch die Stadt gestellt.

Die Vorteile, so Schmid, lägen auf der Hand: "Mehr Kooperation, mehr Möglichkeiten, mehr Geld." Oberbürgermeister Frank Kunz sagte: "Die Stadt will die Schwerpunkte der Wirtschaft in Krisenzeiten unterstützen. Image fördernde Maßnahmen gehören hier ganz klar dazu. Mit dem neuen Verein können wir gemeinsam das Engagement für Dillingen noch mehr intensivieren."

Kunz gab einen kurzen Überblick über die Situation der Stadt. Besonders wichtig sei für Dillingen der Bau der B 16 neu, für den die Regierung von Schwaben jetzt den Planfeststellungsbeschluss erlassen hat (DZ berichtete): "Wir haben täglich 22 000 Pkws, die durch Dillingen rollen - Tendenz steigend. Diese Umgehung ist absolut notwendig", sagte Kunz. Für ebenfalls notwendig hält er die Familien- und Sportförderung. Das Fazit des Abends lautete: Stadt und Wirtschaftsvereinigung sind auf dem besten Wege, Dillingen zur Marke zu machen.

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