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04.07.2018

Dillingen zieht vor Lauingen den Hut

Der Lauinger Flächennutzungsplan sieht östlich des Kreisels am Schlösslekeller weitere Gewerbeflächen vor (links). Die Stadt hat die Größe des Areals aber nach Anregungen aus Dillingen deutlich reduziert.

Die Pläne der Albertus-Magnus-Stadt, im Osten weitere 5,3 Hektar Gewerbeflächen vorzusehen, stießen in der Nachbarstadt auf massive Kritik. Jetzt ist aber alles in Butter

Gut eineinhalb Jahre ist es her, da hat die Debatte über den Flächennutzungsplan der Stadt Lauingen im Dillinger Stadtrat hohe Wellen geschlagen. Der Grund: Die Albertus-Magnus-Stadt sah in dieser vagen Planung vor, dass östlich des Kreisels am Schlösslekeller in Richtung Dillingen weitere 5,3 Hektar Gewerbeflächen entstehen könnten. Dieses Gewerbegebiet wäre dann bis auf 20 Meter an die Dillinger Stadtgrenze herangerückt. Mehrere Räte der Kreisstadt äußerten die Sorge, dass sich dort Handelsfirmen niederlassen könnten, die Geschäften in der Dillinger Innenstadt schaden könnten. Am Montagabend war nun der überarbeitete Lauinger Flächennutzungsplan erneut Thema im Dillinger Rat. Und den nahm das Gremium mit Zustimmung zur Kenntnis.

CSU-Fraktionschef Wolfgang Düthorn war voll des Lobes über die Kollegen donauaufwärts. „Ich finde das sehr fair von Lauingen, Hut ab vor der Nachbarstadt, die unsere Anregungen aufgenommen hat“, sagte Düthorn. In der Tat hat Lauingen, wie Leitender Verwaltungsdirektor Bernd Nicklaser informierte, die Gewerbeflächen östlich des Schlösslekeller-Kreisel um etwa 2,4 Hektar reduziert und von der Dillinger Stadtgrenze abgerückt. Und Lauingen sei auch auf die Dillinger Anregung eingegangen, keine weiteren Handelsbetriebe mit innenstadtrelevantem Sortiment im Osten der Albertus-Magnus-Stadt zuzulassen. Bei der späteren Erstellung eines Bebauungsplans, so Nicklaser, soll ein Einzelhandelsgutachten sicherstellen, dass der Handel in den Zentren der beiden Donaustädte keinen Schaden nimmt.

Albrecht Witte (SPD), der einst die Lauinger Pläne massiv kritisiert hatte, sprach denn auch von „deutlichen Verbesserungen“. Dass Lauingen und Dillingen jetzt ein gemeinsames Oberzentrum seien, bedeute ja nicht, dass die Gemarkungsgrenzen zu einem Brei verschwimmen sollten. Der Regionalplan sieht, wie mehrfach betont wurde, ein „Trenngrün“ zwischen den beiden Kommunen vor. Thomas Demel (CSU) fragte, ob das ursprüngliche Vorhaben, hier gemeinsam etwas zu entwickeln, vom Tisch sei. Der abgeänderte Flächennutzungsplan gefiel auch ihm, denn Lauingen habe die Dillinger Anregungen „eins zu eins umgesetzt“.

So sah es auch Oberbürgermeister Frank Kunz (CSU). „Die Interessen Dillingens sind berücksichtigt.“ Der Rathauschef stellte den intensiven Austausch mit Lauingen heraus. Lauingen und Dillingen, so Kunz, „arbeiten in vielen Bereichen hervorragend zusammen“.

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