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Straßensanierung

16.10.2018

Durchfahrt in Steinheim verboten

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Die Ortsdurchfahrt in Steinheim ist bis voraussichtlich 2. November komplett gesperrt. Dennoch ist das Verkehrsaufkommen im Dillinger Stadtteil immer noch beachtlich. Unser Foto entstand am Dienstagmorgen.

Die alte Bundesstraße 16 in Steinheim ist derzeit komplett gesperrt. Dennoch fahren viele Autofahrer, die nicht Anlieger sind, durch den Dillinger Stadtteil. Wie die Polizei darauf reagiert.

Sie ist eine der wichtigsten Verkehrs-Schlagadern im Landkreis Dillingen, die Steinheimer Ortsdurchfahrt. Auch nach dem Bau der neuen Bundesstraße 16 sind auf der Strecke täglich noch etwa 12.000 Fahrzeuge unterwegs. Seit Mitte des vergangenen Jahres laufen dort Bauarbeiten. Es gab mitunter Behinderungen, wenn eine Spur nicht befahrbar war. Doch seit Montag ist die alte B16 komplett gesperrt. Die zur Kreisstraße DLG 42 herabgestufte Ortsdurchfahrt erhält eine neue Asphaltschicht. Autofahrer, die nicht nach Steinheim müssen, sollen den Dillinger Stadtteil deshalb großräumig über die neue B16 und die Kreisstraßen DLG 22 und 15, die nach Mörslingen und Deisenhofen führen, umfahren. Doch bei vielen ist diese Aufforderung des Landratsamtes und der Stadt Dillingen bisher nicht durchgedrungen. So nehmen zahlreiche Autofahrer, die in Richtung Höchstädt oder in der Gegenrichtung nach Dillingen unterwegs sind, den Schleichweg über den Steinheimer Sportplatz.

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Anwohnern gefällt das nicht

Steinheimer Anliegern gefällt dies erwartungsgemäß gar nicht. „Den ganzen Montagnachmittag war vor meiner Haustür unglaublich viel los“, sagt ein Anwohner in der Jägerstraße, der seinen Namen nicht in der Heimatzeitung lesen will. „Ich hoffe nur, dass die Bauarbeiten in 14 Tagen beendet sind.“ Dies jedenfalls hat der Leiter der Tiefbauabteilung im Dillinger Landratsamt, Roman Bauer, in der jüngsten Steinheimer Bürgerversammlung angekündigt. Der Steinheimer Josef Reininger nennt ein anderes Problem. Er wohne im Baugebiet Wickenpoint und wisse gar nicht, wie er als Anwohner nach Höchstädt oder Dillingen fahren soll. Es müssten „eine klare Vorgabe“ und Schilder her, damit das Ganze richtig geregelt ist, fordert Reininger.

Der Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Dillingen, Ernst Öxler, ist mit der momentanen Verkehrssituation in Steinheim ebenfalls nicht zufrieden. „Autofahrer, die keine Anlieger sind, sollen die großräumigen Umleitungen benutzen“, mahnt Öxler. Tatsächlich fahren seinen Worten zufolge aber trotz der Sperrung viele Verkehrsteilnehmer, die nicht in Steinheim wohnen oder in den Dillinger Stadtteil müssen, durch den Ort. Am Montagabend habe die Polizei kontrolliert – und einige Autofahrer umdrehen lassen. „Die Umleitung über den Sportplatz ist nur für Anlieger gedacht“, sagt Öxler. Die Fahrt auf der Kreisstraße mitten durch Steinheim werde jetzt, nachdem die Bauarbeiten richtig begonnen haben, nicht mehr möglich sein. Im Übrigen gelte das Durchfahrtverbot für Fahrzeuge aller Art – und da seien auch Fahrräder inbegriffen.

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"Ein berechtigtes Anliegen" ist nötig

Nur wer sich als Anlieger ausweisen kann oder „ein berechtigtes Anliegen hat“, darf gegenwärtig durch Steinheim fahren, betont der Polizeibeamte. Der Sprecher des Dillinger Landratsamts, Peter Hurler, weist darauf hin, dass die Zufahrt zu den Steinheimer Gewerbebetrieben während der Bauzeit über das Kreis- und Ortsstraßennetz gewährleistet bleibe.

Öxler kündigt an, dass die Polizei Autofahrer in Steinheim in den nächsten Tagen verstärkt kontrollieren werde. Wer kein Anlieger sei und kein berechtigtes Interesse für die Fahrt durch Steinheim nachweisen könne, begehe eine Ordnungswidrigkeit. „Das kostet dann 20 Euro Verwarnungsgeld.“ Zudem, so Öxler, werde es Geschwindigkeitskontrollen geben.

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