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Wittislingen

19.08.2020

Edeka in Wittislingen: Gartenbauverband kritisiert Pläne

Regenwasserversickerung auf dem Parkplatz einer Wittislinger Firma mittels einer Mulde.
Bild: Kreisverband für Gartenbau und Landespflege

Der Dillinger Kreisverband für Gartenbau fordert in Wittislingen Nacharbeiten am neuen Edeka.

Die Temperaturen steigen nicht nur im Sommer; das Klima erwärmt sich global. Daran erinnert der Dillinger Kreisverband für Gartenbau und Landespflege. Er warnt: Die hohen Grundwasserstände werden, wenn die Entwicklung so weitergeht, nicht mehr zu halten sein. Doch Grundwasserstände sind laut Pressemitteilung notwendig, weil nur so Bäume, Büsche und Pflanzen ganz allgemein, nur so gesund und lebendig halten können. Auch um eventuell kommende Flutpolder klein zu halten, muss möglichst wenig Regenwasser über Gräben und Bäche abgeleitet werden. Doch in Wittislingen sei nun genau das geplant.

Edeka in Wittislingen: Gartenbauverband ist mit Versickerung unzufrieden

Die beiden Vorsitzenden des Dillinger Kreisverbandes, Leonhard Greck und Reinhold Sing, verweisen aus aktuellem Anlass auf diese Fakten, denn sie sind mit der aktuell beschlossenen Versickerung für den neuen Edeka in Wittislingen nicht einverstanden. Wie berichtet, soll am östlichen Ortsrand der neue Supermarkt entstehen. Laut Beratungen des Gemeinderates Anfang August, soll das beim Markt-Gebäude und bei der Parkfläche anfallende Regenwasser in die Egau abgeleitet werden.

Für eine Reihe von einheimischen Wittislingern sei dies absolut unverständlich. Vor allem deswegen, weil der tuffige Untergrund genauso wasseraufnahmefähig und versickerungsgeeignet sei wie ein Kiesuntergrund. Hinzu komme, dass bei benachbarten Baumaßnahmen die Regenwasserversickerung selbstverständlich war. Die Meinung gehe eindeutig dahin, dieses Ableiten zu überdenken und zu korrigieren.

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege will ein hilfreicher Partner sein: Dass eine andere Lösung möglich ist, ergibt sich demnach schon daraus, dass sich bei der vorgesehenen Parkfläche die Pflanzstreifen als wertvolle Sickermulden eignen. Im Hinblick auf das kommende Edeka-Gebäude würden einige Schächte oder eine Sickermulde das gesamte Regenwasser aufnehmen.

Gartenbauverband interessiert Meinung des Landratsamtes

Wie einfallsreich man mit Regenwasser umgehen kann, zeigt laut der Pressemitteilung eine Wittislinger Metallbaufirma am westlichen Ortsrand von Wittislingen. Die beiden Hallen der Firma sind größer als der kommende Edeka-Markt. Obwohl der Untergrund nicht so versickerungsfähig ist wie der Tuff im Papiermühlfeld, nimmt die Mulde laut Pressemitteilung seit Jahren alles anfallende Regenwasser problemlos auf.

Greck und Sing fügen als weiteres Beispiel das sanierte Landratsamt an und das kürzlich veröffentlichte Interview mit Landrat Leo Schrell. „Fachlich interessant war die Aussage des Landrates, wonach beim Landratsamt das anfallende Regenwasser vollständig versickert wird.

Ebenso verfügen die angelegten Parkplätze über eine wasserdurchlässige Oberfläche. Wer sich ernsthaft mit Zukunftsfragen befasst, kann diese Vorgehensweise nur loben und zugleich werben, dass bei vielen anderen Maßnahmen ähnlich vorgegangen wird“, so der Kreisverband. (pm)

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