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Kreisjugendring

25.04.2015

Ehrenamtliche Jugendbetreuer werden entlastet

Verbände wollen mehr in die Öffentlichkeit rücken. Der Landkreis verspricht Unterstützung

Der Landkreis muss stärker personell und finanziell mit einsteigen. Stellvertretender Landrat Hans-Jürgen Weigl betonte dies bei der Frühjahrsversammlung des Kreisjugendrings deutlich und hob die Bedeutung der Jugendarbeit für den Landkreis hervor. „Der Kreisjugendring ist nicht nur der Vertreter der einzelnen Jugendverbände, sondern aller Jugendlichen im Landkreis“, sagte er. Deshalb habe der Verband auch Anspruch auf mehr Hilfe. Man habe bereits eine Halbtagsstelle für den Geschäftsführer geschaffen. Die Mittel dafür seien vorhanden, nur besetzt ist die Stelle noch nicht. Neben weiteren strukturellen Veränderungen stellte der Kreisjugendring den Haushalt 2015 vor.

Eine Neuerung im Haushalt besteht darin, dass die Leihgebühren für die Zelte nun über die Geschäftsstelle abgerechnet werden. Ganz neu ist auch die Stelle des Innenrevisors, der für die Prüfung der Kasse des Kreisjugendrings zuständig ist. Dieser Posten wird mit 300 Euro berechnet. Im Geschäftshaushalt sind auch die Verfügungsmittel für Vorsitzende. 50 Euro werden bereitgestellt, um Kleinigkeiten, wie Geburtstaggeschenke oder Ähnliches, zu besorgen. Der Bus, der bereits im letzten Haushalt geplant war, ist noch nicht angeschafft worden. Der Kauf soll dieses Jahr erfolgen. Vom Landkreis gibt es dafür einen Zuschuss von 3000 Euro. Dies steht laut Weigl im Haushalt des Landkreises, nur müsse es der Ausschuss noch beschließen. Insgesamt sind Zuschüsse des Landkreises von 45000 Euro geplant. Auch dieses Jahr soll der Kreisjugendring schuldenfrei bleiben. Die geplanten Einnahmen und Ausgaben belaufen sich für 2015 auf 154190 Euro.

In Zukunft ändert sich zudem der Ablauf der Vollversammlungen: Hier bekommen die Jugendverbände Raum, sich einzeln vorzustellen. Den Anfang machte am Donnerstag der Diözesanverband Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände. Im Landkreis Dillingen vertritt der Bund drei Verbände. Die Dillinger und Gundelfinger Pfadfinderfreunde sowie die städtische Kolpingjugend in Lauingen und die Katholische Landjugendbewegung (KLJB). Der BDJK agiert auf Kreisebene als Verbindung zwischen den einzelnen Gruppen. „Gerade für die Pfarrjugend oder Ministranten, die keinen Dachverband haben, ist das nötig“, sagte Sebastian Hieber, Vorsitzender der Gundelfinger Pfadfinder. „Der BDKJ ist eine Plattform, die näher an den Jugendlichen dran ist, als der Kreisjugendring“, fügte er hinzu.

Im Rahmen der Frühjahrsversammlung blickte der Kreisjugendring auch auf das vergangene Jahr zurück. Insgesamt wurden 32 Jugendleitercards ausgestellt. Und auch die Jugendbildungsmaßnahmen waren gut besucht. Dazu gehörten Film- und Fotoworkshops sowie Tutorenweiterbildungen. Jugendpfleger Boris Schenk sprach trotzdem davon, dass die Jugendarbeit immer schwieriger wird. Eine Maßnahme zur längerfristigen Bindung der Jugendlichen ist laut Schenk die Alterserhöhung bei dem Videoworkshop „Klappe“. „So können die Jugendlichen, die schon mit zehn Jahren dabei waren, im folgenden Jahr wieder mitmachen und so weiter“, erklärte er. So bleiben die Jugendlichen länger und leisten bald selbst Jugendarbeit. Im selben Zuge kritisierte Schenk die Ganztagsschulen, die er nicht generell ablehnt. Dennoch bliebe daneben keine Zeit mehr für die Jugendarbeit. Jugendpolitisch sollte laut Schenk in Zukunft die Frage danach, wie gegen die Landflucht der Jugendlichen vorgegangen werden kann. Den ersten Schritt hat die Jugendpflege bereits mit dem Film „Jugendliche Gemeinde“ getan. Dazu interviewten sich Jugendliche gegenseitig – über ihren Heimatort und die Vorteile, die es dort gibt.

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