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Fit for Job in Höchstädt

21.02.2018

Eigentlich wollte sie Erzieherin werden…

Celina Kapfer aus Gremheim macht bei Surteco in Pfaffenhofen eine Ausbildung zur Medientechnologin.
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Celina Kapfer aus Gremheim macht bei Surteco in Pfaffenhofen eine Ausbildung zur Medientechnologin.

Dann ging Celina Kapfer zur Fit for Job nach Höchstädt. Jetzt macht sie mit großer Begeisterung etwas anderes

Am kommenden Wochenende ist in Höchstädt die Hölle los. Es geht um die Zukunft, um das große Ganze. Die Rede ist nicht von der Bürgermeisterwahl, sondern von der Berufsmesse Fit for Job. Tausende Schüler samt Eltern informieren sich dort jedes Jahr. Drei junge Menschen erzählen, warum sich der Besuch der Fit for Job für sie gelohnt hat, und was sie Schülern empfehlen.

„Klar ist auf der Fit for Job immer sehr viel los, aber man sollte sich das auf jeden Fall anschauen. Alle großen und wichtigen Firmen sind da. Ich kann es nur jedem empfehlen“, sagt Lukas Heiler. In eine Firma könne man nicht einfach reinmarschieren. Aber auf der Messe sei es leicht, zu einem Stand zu gehen und Fragen zu stellen. Lukas Heiler besuchte die Wittislinger Mittelschule. Seit September macht er eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei BSH in Dillingen. Auch dort am Stand hatte er mit vielen Menschen gesprochen. Lukas war sich noch unsicher, wo er arbeiten wollte und schaute sich nicht nur einen möglichen Arbeitgeber an. Wer dafür in Frage kommt, hatte er sich vorher überlegt. Knapp 100 Aussteller stellen sich in Höchstädt jedes Jahr vor. „Wer keinen Plan hat, tut sich da schwer. Ein grobes Ziel sollte man schon haben“, sagt der 16-Jährige aus Dattenhausen. Im Rahmen einer Schulpartnerschaft hat er auch seine ehemaligen Lehrer und Mitschüler wieder getroffen. „Die Lehrlinge machen mit Schülern Werkstücke. Mit der Fünften haben wir zum Beispiel einen Tesaroller gemacht.“ Das hat Lukas als BSH-Lehrling genauso viel Spaß gemacht, wie früher als Schüler, sagt er.

Celina Kapfer war seit der 7. Klasse jedes Jahr auf der Messe. Ihre Mutter hatte ihr empfohlen, an jedem Stand alles zu fragen, was Celina interessieren könnte, um dann ein Praktikum zu machen. Irgendwann wusste die Schülerin, wo es welche Flyer, Snacks oder andere Geschenke gibt, aber ihr war auch klar: Das hilft bei der Berufswahl nicht. Musste es auch nicht, denn die 16-Jährige aus Gremheim wollte immer schon Erzieherin werden. Kein Praktikum brachte sie davon ab – sondern ein letzter Besuch auf der Höchstädter Veranstaltung. Da besuchte Celina die zehnte Klasse der Wittislinger Mittelschule, hatte den ersehnten Ausbildungsplatz in der Tasche und begleitete eine Freundin in die Nordschwabenhalle. Am Stand von Surteco war sie so begeistert von dem Team und dessen Arbeit, dass sie direkt in den Faschingsferien ein Praktikum machte, sich bewarb, die Zusage bekam und die Erzieherstelle absagte. „Meine Eltern waren schon sehr überrascht“, sagt sie und lacht. In Pfaffenhofen macht Celina Kapfer jetzt eine Ausbildung zum Medientechnologen. „Aus meiner Klasse haben insgesamt drei Schüler durch die Fit for Job eine Ausbildung in dem Betrieb bekommen“, erzählt sie. Was ihren Vater Bernd Kapfer am meisten freut, ist, mit welcher Begeisterung seine Tochter jeden Tag zur Arbeit geht und wie wohl sie sich dort fühlt. „Die Kollegen sind alle nett. Was ich mache, ist echt faszinierend“, sagt sie.

Auch Lisa Budnik geht sehr gern zur Arbeit – auch wenn sie jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen muss, um pünktlich um 7 Uhr in der Dillinger Kaserne zu sein. Dort wird die 16-Jährige zur medizinischen Fachangestellten ausgebildet. Auch Lisa wusste schon, dass sie in die medizinische Richtung gehen wollte, bevor sie zum ersten Mal auf der Fit for Job in Höchstädt war. „Man sollte ein, zwei Berufe ins Auge gefasst haben und vorher schauen, welche Firmen auf der Messe diese Ausbildungen anbieten“, lautet ihr Tipp. Gezielt sollten sich die jungen Leute dann direkt am Stand der entsprechenden Unternehmen informieren, viel nachfragen und auch dranbleiben, wenn die Chancen vielleicht nicht so gut sind. Lisa empfiehlt, dann nachzuhaken. „Vielleicht wird ja bald etwas frei.“ Auch Lisa hatte sich in der Nordschwabenhalle bei der Bundeswehr über eine Ausbildung im medizinischen Bereich erkundigt und hat sich riesig gefreut, als es dort mit der Stelle klappte. Ob sie danach übernommen wird, oder die Grundausbildung macht und Soldatin wird, oder in eine andere Praxis wechselt, das sei alles noch offen.

Die Fit for Job findet am Samstag, 24. Februar, in Höchstädt statt. Von 9 bis 13 Uhr präsentieren sich verschiedene Firmen und Einrichtungen in der Nordschwabenhalle, der Berufsschule und in der Messehalle „Das Handwerk.“ Mehr dazu steht im Internet unter www.du-und-deine-zukunft.de

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