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Konzert

23.12.2015

Ein Anstoß zur Besinnung

Zum 21. Mal hatte MdL Georg Winter in den Rittersaal von Schloss Höchstädt zur adventlichen Stunde eingeladen, die vom Chor Piccadilly‘s und dem Querflötenquartett des Musikvereins Binswangen musikalisch gestaltet wurde.
Bild: von Weitershausen

Adventliche Stunde im überfüllten Rittersaal von Höchstädt

Wenn Stimmkreisabgeordneter Mdl Georg Winter zur adventlichen Stunde in den Ritter-saal von Schloss Höchstädt einlädt, platzt dieser in der Regel aus allen Nähten. So auch am Sonntag, als zum 21. Mal eine ideale Mischung von Musik- und Textimpulsen für vorweihnachtliche Besinnung und Freude unter den Besuchern sorgte.

Bereits die dynamisch gesungene Eröffnung der Piccadilly‘s unter der Leitung von Klaus Nürnberger sowie der „Tanz der Rohrpfeifen“ aus Peter Tschaikowskys „Der Nussknacker“, gespielt vom Querflötenquartett des Musikvereins Binswangen, versprach den Besuchern ein kontrastreiches musikalisches Programm. Nach dieser musikalischen Einstimmung erinnerte Georg Winter in Anlehnung an das Eröffnungslied „Machet die Tore weit“, welch nachhaltige Veränderungen, verursacht durch den gewaltigen Flüchtlingsstrom im zu Ende gehenden Jahr, Deutschland zu bewältigen habe. Daher sei es ihm ein wichtiges Anliegen mit dieser adventlichen Stunde auf Weihnachten einzustimmen.

Nach einem facettenreichen „Adoramus“ von Claudio Monterverdi sowie ausdrucksstarkem „Adeste fideles“ des Komponisten Graham Luck intonierte der Chor, präzise und beschwingt begleitet vom Querflötenensemble, ein beherztes „Ding Dong merrily on high“ von Charles Wood. Lektor Hubert Endhardt erinnerte anschließend an sein Weihnachtsfest, wie er es als Kind mit neun Geschwistern erlebt hatte, ohne dabei den Anspruch zu erheben, dass dies nun „das Weihnachten“ überhaupt gewesen sei. Im weiteren Verlauf des 21. Adventskonzertes überzeugte der Chor mit großer stimmlicher Qualität und Präzision, und das Flötenquartett sorgte mit seinem zarten besinnlichen Spiel für einen kontrastreichen Hörgenuss. Dazwischen zitierte Lektor Endhardt eine Glosse aus der Süddeutschen Zeitung, in der die Geburt Jesu in heutiger Zeit sicherlich nicht ohne das einschreiten des Jugendamts und der Polizei abgelaufen wäre.

Denn wenn die Mutter des Neugeborenen namens Maria behauptet, sie sei noch Jungfrau, drei orientalische Typen ohne Ausweise dem Neugeborenen irgendwelche komischen Kräuter mitbringen und Anwesende behaupten, sie seien Hirten, denen ein großer Mann im weißen Nachthemd mit Engelsflügeln aufgetragen habe, hierher zu kommen, um Gott zu sehen, dann müsse man hier schon den Missbrauch von Dope vermuten. Klar, dass diese „Weihnachtsgeschichte“ für Heiterkeit im Saal sorgte. Nach weiteren musikalischen Vorträgen und einem Schlusswort des Lektors ging die adventliche Stunde mit einem gemeinsam gesungenen „Es ist ein Ros entsprungen“ zu Ende.

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