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Gundelfingen

27.09.2019

Ein Gundelfinger startet mit der Posaune durch

Raphael Finck spielt Klavier und Posaune. Dieses Jahr wird er zum ersten Mal mit seinem Blechblasinstrument beim Festival der Nationen mitspielen.
Bild: Cecilia Weber

Plus Raphael Finck aus Gundelfingen fing mit dem Klavierspielen an, doch er entdeckte die Liebe für ein anderes Instrument. Am Samstag hat er einen großen Auftritt.

„Musik ist mein Leben“, sagt Raphael Finck. Das beschreibt den 17-Jährigen wohl am besten. Schon mit fünf Jahren hat der Gundelfinger angefangen, Klavier zu spielen. „Eigentlich wollte ich nie Klavier lernen“, sagt Raphael. Aber seine Eltern wollten ihren Sohn musikalisch fördern. Doch heute hat er seine große Leidenschaft in einem anderen Instrument finden können und bereut es nicht, Klavier gelernt zu haben. Unterrichtet wurde er zunächst von seinem Vater und seiner Schwester. Danach hat Raphael in München Unterricht genommen.

Klavier ist aber nicht das einzige Instrument, das der Gundelfinger beherrscht. In der vierten Klasse hat sich der heute 17-Jährige entschieden, ein Blechblasinstrument zu erlernen. „Die Posaune hat mich fasziniert und ich kam sofort mit dem Instrument zurecht“, erklärt er. Zuerst hat Raphael in der Stadtkapelle Gundelfingen gespielt. Doch seiner Familie war schnell klar, dass der Schüler großes Talent hat.

Auch der Posaunenlehrer erkannte das Talent

Nach kurzer Zeit wechselte er deshalb zu einem professionellen Posaunenlehrer nach München. Auch der hat die Begabung des 17-Jährigen erkannt. Der Lehrer stellte ihn dem Jugendorchester des bayerischen Staatsorchesters namens Attacca vor. „Dort bin ich glücklicherweise genommen worden“, erzählt Raphael. Das war der Anfang seiner musikalischen Karriere.

Ein Gundelfinger startet mit der Posaune durch

Inzwischen spielt er noch in dem schwäbischen Jugend- und Symphonieorchester und dem Festival-Orchester des Verbands bayerischer Wirtschaft (VBW). Dieses darf bei dem Festival der Nationen in Bad Wörishofen in diesem Jahr als einziges Jugendorchester teilnehmen. Dort spielen die circa 80 Mitglieder symphonische Orchesterliteratur. „Das ist schon auf Profiniveau“, erläutert der 17-Jährige. Um dort mitspielen zu können, muss Raphael viel üben. Während der Ferien spielt der Schüler schon mal drei bis vier Stunden am Tag. „Man greift so oft zur Posaune, wie es geht“, sagt er.

Eine Probe von acht Stunden ist schon mal möglich

Aber nicht nur das eigenständige Üben nimmt viel Zeit in Anspruch, auch die intensiven Probephasen mit dem VBW-Festival-Orchester sind aufwendig. „Das kann schon mal acht Stunden lang gehen“, sagt Raphael. Aber das mache ihm nichts aus. In den Orchestern hat er viele Freunde gefunden. „Mit denen kann man sich auch über klassische Musik unterhalten. Das mach ich mit meinen Schulfreunden eher nicht“, teilt der Gundelfinger mit.

Woher er die Begeisterung zur Musik hat, kann er sich nur durch seine Familie erklären. „Wir sind eine richtige Musikerfamilie“, erklärt der Schüler. Sein Vater Michael ist Kirchenmusiker und seine Mutter Alexandra Musiklehrerin. Auch die ältere Schwester studiert Musik auf Lehramt. So ist Raphael mit der Liebe zur Musik aufgewachsen.

Raphael Finck will Profimusiker werden

Ihm sei klar, dass auch er eine musikalische Karriere nach dem Abitur einschlagen will: „Ich möchte erst mal meinen Bachelor und Master in Musik machen und dann würde ich gerne professioneller Musiker werden.“ Damit er dieses Ziel verfolgen kann, wird er auch von seinen Lehrern unterstützt. „Für die Proben für die Konzerte werde ich befreit“, erklärt der Gundelfinger. Und auch das Abitur will er unter anderem im Fach Musik absolvieren. Doch vor dem Abschluss und dem Studium wird er bei dem Festival der Nationen (Kultusminister eröffnet Festival der Nationen) dabei sein – im Kreis von hochklassigen Musikern. Vor seinem ersten Auftritt in Bad Wörishofen ist Raphael aber nicht aufgeregt. „Das kommt erst, wenn ich auf der Bühne bin. Aber inzwischen hab ich auch schon meine Routine“, erklärt er. Die Russische Nacht beim Festival der Nationen beginnt am Samstag, 28. September, um 20 Uhr.

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