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Stadtrat Höchstädt

26.11.2013

Ein Ort für alle Bürger

Das ist der Dorfplatz in Deisenhofen: Noch steht eine große Linde vor dem Kindergarten, Müllcontainer finden dort ihren Platz und die Bodenbeschaffenheit ist mehr als sanierungsbedürftig. Das soll sich nach Wunsch bald ändern.
Bild: Bronnhuber

Deisenhofener wünschen sich einen neuen Dorfplatz zum Wohlfühlen

 Ein Ort zum Wohlfühlen sieht anders aus: die Bodenbeschaffenheit ist schlecht, die Müllcontainer stechen sofort ins Auge, Autos parken teils wahllos und der großen Linde sieht man ihre Jahre an. Doch damit soll so schnell wie möglich Schluss sein – wenn es nach den Deisenhofener geht. Sie wollen ihren Dorfplatz neu gestalten, sich dort wieder wohlfühlen. Dafür haben 21 Bürger und Bürgerinnen des Höchstädter Stadtteils gemeinsam mit Bürgermeisterin Hildegard Wanner an einem Seminar an der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten teilgenommen. Die Ergebnisse wurden am vergangenen Montag dem Stadtrat bei der Sitzung von Landschaftsarchitektin Silvia Thran vorgestellt.

Dabei betonte sie, dass bei dem Seminar vor allem die Deisenhofener aktiv wurden, ihre Wünsche alle auf den Tisch kamen. „Jetzt gilt es zu schauen, was davon umzusetzen ist“, so Thran. Unbedingt notwendig seien künftig eine komplette Barrierefreiheit auf dem Dorfplatz, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, Parkplätze, Feuerwehrzufahrt, ein schöner Kindergartenvorplatz, Bäume und Sitzmöglichkeiten für die Optik, eine Zufahrt von der Schulstraße sowie Standorte für den Maibaum und das Kapellenfest. Außerdem war bei den Bürgern der Wunsch nach einem Lärmschutz da, so die Architektin. „Wir haben aber nicht nur den Platz in den Mittelpunkt gerückt, sondern auch die umstehenden Gebäude“, so Thran weiter. Momentan gibt es neben dem Kindergarten auch eine Unterkunft für die Feuerwehr sowie einen alten anschließenden Stadel. Ideen der Deisenhofener waren einen Bürgerraum für alle zu gestalten, sanitäre Anlagen einzurichten, Lagerräume für alle Vereine im Dorf bereitstellen oder ein nutzbares Vordach zu installieren. „Fakt ist, dass die Gebäude mehr als sanierungsbedürftig sind“, so Thran. Das ist der aktuelle Stand, fügte auch Bürgermeisterin Hildegard Wanner dazu. „Ich war auch überrascht, dass die Gebäude bei den Überlegungen miteinbezogen waren, aber verkehrt kann das nicht sein“, sagte sie bei der Sitzung am Montag. Eine Lösung für den künftigen Dorfplatz gebe es schon: Die alte Linde wird gefällt. „Ein Gutachten hat ergeben, dass der Baum massive Schäden hat und nicht mehr sicher ist – vor allem nicht nahe des Kindergartens“.

Da in Deisenhofen aufgrund der viel befahrenen Straßen keine Dorferneuerung möglich sei, wolle man nun eben Einzelmaßnahmen, die auch gefördert werden, im Rahmen solch einer Dorferneuerung im Stadtteil in Angriff nehmen – für und vor allem mit den Bürgern. „Das ist eine wichtige Voraussetzung“, so Wanner. Die Ideen für einen neuen Dorfplatz in Deisenhofen gefielen allen Stadträten, vor allem das große ehrenamtliche Engagement der Bürger. „Da kann ich mich nur herzlich bedanken, dass so viele freiwillig einen Samstag dafür geopfert haben“, sagte Wanner. Welche Kosten auf die Stadt zukommen oder welche Maßnahmen überhaupt umgesetzt werden müssen, ist dagegen noch nicht geklärt. In einem ersten Beschluss will die Bürgermeisterin die örtlichen Vereine an einen Tisch holen und mit ihnen ein gemeinsames Konzept erarbeiten. Ortsteilreferent Armin Hopfenzitz hatte nur einen Wunsch: „Das macht ihr aber bitte so schnell wie möglich, nicht dass wir das Projekt jetzt schieben.“ Hildegard Wanner sicherte eine schnellstmögliche Abwicklung zu – damit die Deisenhofener bald wieder einen Platz zum Wohlfühlen haben.

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