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Gaudi

07.02.2015

Ein Ort im Ausnahmezustand

Am Faschingssonntag findet der Lauterbacher Umzug statt

Alle zwei Jahre wird Lauterbach jeweils am Faschingssonntag zur Faschingshochburg des Zusamtales. Einer der ältesten Umzüge unserer Gegend, dessen Wurzeln bis 1930 zurückgehen, wird mit zahlreichen Themenwagen und originellen Fußgruppen ab 13.30 Uhr wieder Tausende von Besuchern anlocken, und das nicht ohne Grund.

Seit vielen Jahren nimmt dieser Gaudiwurm mit seinem urtümlichen und traditionellen Charakter eine Sonderstellung ein. So legen die Organisatoren von der Lauterbacher Feuerwehr großen Wert darauf, dass sich die Wagen nur an diesem einen Sonntag den Zuschauern präsentieren. Dies ist nur möglich, weil alle Wagen aus Lauterbach selbst und aus den umliegenden Ortsteilen stammen, eine Besonderheit, wie man sie bei keinem der anderen Umzüge mehr antrifft.

Die Wagen werden zudem ausschließlich von Kleintraktoren, meist Oldtimern, gezogen.

Dröhnende Discoanlagen wird man auf den Lauterbacher Umzugswagen nicht finden, denn die Themen der einzelnen Wagen werden in deftigen „Szenen” von den Wagenbesatzungen sehr drastisch dargeboten. Da werden die regionalen Absurditäten des Alltags und der Kommunalpolitik ebenso durch den Kakao gezogen wie der Klatsch unserer Nation.

So lässt Uli Hoeneß aus seiner Luxuszelle grüßen, ebenso wie Bischof „Protz“ Tebartz-van Elst und Conchita Wurst.

Unser Landesvater wird als „Drehhofer“ sein Fähnchen in den Wind halten und die Bundeswehr präsentiert ihren Schrott-Fuhrpark. Dies ist nur eine kleine Auswahl der Wagenthemen, die den Reiz des Lauterbacher Umzugs ausmachen. Seit Jahrzehnten verzichten die Lauterbacher übrigens auf Prinzenpaare und Garden – mit dem Argument: Die passen nicht zu uns!

Der Umzug beginnt in der Bahnhofstraße, wo bereits vor dem Beginn die beteiligten Musikkapellen für Stimmung sorgen werden. Auf dem Lauterbacher Schulhof und anschließend in der Turnhalle wird das närrische Treiben ausklingen. (pm)

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