Newsticker

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Ein Pulkdach für das neue Feuerwehrhaus

19.06.2009

Ein Pulkdach für das neue Feuerwehrhaus

Wittislingen Mit zwölf zu zwei Stimmen hat sich der Gemeinderat Wittislingen dafür entschieden, dass das neue Feuerwehrhaus ein Pulkdach erhält. Damit folgten die Kommunalpolitiker dem Vorschlag von Architekt Anton Bschorr. Noch ist allerdings nicht klar, wie viel das Feuerwehrhaus, in dem auch der Bauhof integriert werden soll, am Ende kosten wird.

Werner Wenger (Freie Unabhängige Wähler Wittislingen) sagte, das Pulkdach sei auf der einen Seite günstiger, auf der anderen Seite könne jedoch eine Solaranlage besser auf einem Satteldach angebracht werden. Bschorr antwortete, dass die Anlagen für flachere Dächer günstiger seien, allerdings auch weniger Strom produzierten. Marcus Kleebaur ( SPD) befürwortete ebenfalls ein Pulkdach, weil es günstiger sei. Carolin Stoll (Bürgerforum) wollte sich auf keine Dachform festlegen sondern zunächst lieber über andere Themen - wie etwa die Heizung - sprechen, die für sie vorrangig waren.

Besserer Lichteinfall

Feuerwehrkommandant und CSU-Rat Ulrich Mayerle befürwortete das Pulkdach, weil durch die senkrechten Fenster der Lichteinfall besser sei. Zudem könne man eine Solaranlage darauf besser anbringen - weil keine Dachfenster oder Gauben die Fläche unterbrechen würden. Bürgermeister Roland Hörl dagegen plädierte für ein Satteldach. Diese Variante würde sich besser in die Umgebung einfügen. Zudem gebe es bereits Solaranlagen, bei denen sich die Dachfenster einplanen ließen. Neben Hörl stimmte auch Harald Lemmer (Bürgerforum) gegen das Pulkdach.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Stall für 800 Tiere

Der Bauvoranfrage eines Landwirtes stimmte der Rat zu. Der Mann will seinen Schweinestall, in dem bereits rund 450 Tiere untergebracht sind, deutlich erweitern. In einem Anbau könnten weitere 800 Schweine untergebracht werden. Laut Bürgermeister Hörl will der Landwirt diese Zahl allerdings nicht ausreizen. Die Aussage bezweifelte allerdings nicht nur Heiko Hertwig ( CSU).

Kleebaur sagte, er wohne in der Nähe des Hofes. Bereits jetzt sei der Geruch an manchen Tagen schon an der Grenze des Erträglichen. Mayerle meinte, jeder wolle schließlich auch etwas zu essen haben. Der Landwirt sei bereits aus dem Ortskern ausgesiedelt. Der Bürgermeister ergänzte, man sei in Wittislingen eben auf dem Land - da müsse man so etwas in Kauf nehmen. Hannelore Wengert (SPD) sagte, sie finde es gut, wenn ein Landwirt in der heutigen Zeit noch investiere. Ähnlich äußerte sich auch Hubert Straßer (FUWW): "Wenn ein Landwirt erweitert, sollte man das nicht blockieren." Carolin Stoll und Marcus Kleebaur lehnten bei der Abstimmung die Bauvoranfrage ab.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren