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16.06.2009

Ein Schrank für Hollands Königsschloss

Lauingen Der Firma Möbel Walter ist ein ehrenvoller Auftrag zur Ausstattung des Amsterdamer Königsschlosses erteilt worden. Zur Wiedereröffnung des Schlosses nach umfassenden Renovierungsmaßnahmen hat das Lauinger Unternehmen einen Schrank hergestellt, dessen Frontseite mit reliefartigen Ornamenten nach historischer Vorlage geschmückt ist.

Schon 2008 Mobiliar für Museum Huis Doorn geliefert

Möbel Walter hat schon 2008 dem Museum Huis Doorn (Haus Doorn) in den Niederlanden umfassendes Mobiliar für die Dokumentation "De Keizer en Europa" ("Der Kaiser und Europa") geliefert. Wilhelm II. verbrachte im Huis Doorn als Exilant 23 Jahre seines Lebens.

Das Qualitätsbewusstsein, mit dem Firmenchef Johann Walter seinen Betrieb führt, trägt nun neue Früchte. Schon der Auftrag für Doorn erfolgte in Zusammenarbeit mit Hertogh + Sierman Amsterdam und mit dem Ulmer Architekten Roland Schneider. Jetzt, da die Wiedereröffnung des niederländischen Königspalastes in Amsterdam bevorsteht, wurde Möbel Walter mit einer besonders schwierigen Aufgabe betraut. Zu schaffen war ein Schrank, dessen Dekorseite auf dem Foto einer historischen Schrankfassade beruht. Mit Hilfe innovativer Design-Software erhielt das Objekt jedoch eine Front, die schon deshalb dem modernen Zeitgeschmack entspricht, weil die Relieffiguren unauffällig in die natürliche Farbe des edlen Eichenholzes integriert sind.

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Das Relief der fotografierten Vorlage wurde von Projektleiter Armin Ziegler in digitale Maschinensprache übertragen und im Verlauf eines langwierigen Arbeitsprozesses auf massiven Eichenholzplatten computergesteuert ausgefräst.

Architekt Roland Schneider vertraut seit Jahren auf die Produktqualität von Möbel Walter. "Hier", so betont er, "stehen mir exklusive Fertigungsmöglichkeiten zur Verfügung, hier finde ich profunde Kenntnisse zu den Materialien, hier basieren die Arbeitsprozesse auf intensiver Vorbereitung, hier werden innovative Techniken souverän angewandt."

Projektleiter Armin Ziegler programmierte die erforderliche Software, um die gespeicherten Konturen des Reliefs in die Fräsmaschine zu übertragen. "Wir haben mit diesem Projekt ein ganz neues Terrain beschritten", erklärt Ziegler. "Allein für eine einzige Schranktür war ein Arbeitsablauf von 19 Stunden erforderlich."

Dem fertigen Schrank, der inzwischen ins Amsterdamer Königsschloss transportiert wurde, ist von außen nicht anzusehen, dass er einem sehr praktischen Zweck dient: Seine Inneneinteilung ist für Catering-Anlässe ausgerüstet. Er enthält Kühl- und Gefrierschränke, Mikrowelle und Dampfgarer sowie einen Backofen. Bei Empfängen in den Räumen des Schlosses wird er eine zentrale Bedeutung zumindest für das Service-Personal erlangen.

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