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Theater

03.01.2018

Ein altes Schulhaus als Lasterhöhle

Night-Club-Besitzer Erwin Schnell (links) und Gastwirt Walter Präg betrachten interessiert die junge Dame, die – aus welchen Gründen auch immer – im Gasthaus von Walter übernachten möchte.
Bild: Horst von Weitershausen

Das Fristinger Ensemble arbeitet mit Perücken, Hingabe und Humor

Sie hatten sich einmal mehr gründlich vorbereitet, die Mitglieder der Theatergruppe der Schützengesellschaft Fristingen, um ihrem Publikum sechs humorvolle Theaterabende im Schützenheim zu präsentieren. Die Mühen der Proben haben sich gelohnt.

Denn, wie das Laienensemble bereits nach dem Öffnen des Vorhangs zum ersten Akt des Lustspiels „So eine Landplage“ – eines Schwanks in drei Akten aus der Feder von Wolfgang Kynaß – loslegte, versprach einen Theaterabend mit einem Feuerwerk an Witz und Humor, der die Lachmuskeln der Besucher für rund zwei Stunden strapazieren sollte. In harmonischer Abstimmung zueinander zeigten die Darsteller, mit welch großartigem Einfühlvermögen sie ihren jeweiligen Rollencharakter auf die Bühne zu bringen verstehen. Mit Spielwitz und großer Hingabe werden die Verwicklungen in der Handlung szenisch humorvoll aufgebaut, um dann nach und nach entwirrt zu werden. Das Publikum belohnt das Spiel mit Szenenapplaus, herzhaften Lachausbrüchen und hörbarer Freude über das Spiel der Darsteller auf der Bühne. Kurz zum Inhalt der Inszenierung in Fristingen: Die alte Schule im Ort wird geschlossen und verkauft. Sehr zum Missfallen des ansässigen Wirts Walter Präg (Michael Ahle) eröffnet der neue Besitzer Erwin Schnell (Stefan Kuchenbaur) darin ein Nachtlokal.

Die Einweihung des Night-Clubs läuft total aus dem Ruder, was für reichlich Aufregung bei der holden Weiblichkeit im Dorf sorgt. Denn ausgerechnet die französische Stripteasetänzerin Claire Scheufele (Corinna Egelhofer) hat sich im Wirtshaus von Walter Präg für die Zeit ihres Gastspiels im alten Schulhaus ein Zimmer genommen. Angetrieben von der Pfarrgemeinderätin Ottilie Guter (Rita Ahle) gründen Wirtstochter Sonja (Lisa-Marie Schweizer, Haushälterin Erna Huber (Sonja Jung) und Dienstmädchen Anette Frick (Johanna Greiner) eine Bürgerinitiative gegen das sündige Lokal. Die Aktion erzielt allerdings nicht den gewünschten Erfolg, denn der arbeitsscheue Knecht Karl Mayer (Martin Gütinger) spielt im Night-Club den Türsteher. Der Bruder des Wirts, Benno (Thomas Sager), und der Lkw-Fahrer Michael Müller (Martin Sager) verfolgen ihre eigenen Interessen. Und warum verkauft der Gemischtwarenhändler Alois Moser (Helmut Link) plötzlich Bärte und Perücken?

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Dass hier Verwicklungen nicht ausbleiben können, ist logisch und sorgt für Verwirrungen und Irrungen. Wie das Ganze ausgeht, können Theaterbesucher in einer der nächsten Vorstellungen miterleben. Das Publikum dankte dem Ensemble mit langem Schlussbeifall für diesen heiteren Theaterabend. Nicht zu vergessen das Fristinger Doppelquartett unter der Leitung von Manfred Trabe, das mit seinen gesungenen Einlagen für Kurzweil in den Pausen sorgte.

Freitag, 5. Januar, und Samstag, 6. Januar, jeweils 19.30 Uhr.

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