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26.06.2009

Ein engagierter Jahrgang sagt fröhlich "Tschüss"

Lauingen Und nach neun Jahren Schulzeit bleibt die Frage: Was haben sie eigentlich gelernt, die 64 Abiturienten des Lauinger Albertus-Gymnasiums? Eine Antwort darauf suchte am gestrigen Vormittag auch einer der Schüler, Florian Lipp. In seiner humorvollen Rede bei der diesjährigen Abiturfeier fand er neben Formeln und Daten auch diese Antwort: "Wissen ohne Gewissen, ohne Moral, ohne Ethik bleibt auch ohne eine echte Beziehung zu anderen Menschen."

Offensichtlich war es ein besonders engagierter Jahrgang, der heuer das Albertus verließ. Denn nicht nur die guten schulischen Leistungen standen bei der Feier in der Aula im Mittelpunkt. Alle 64 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr bestanden. Fast ein Viertel von ihnen hatte am Ende im Gesamtergebnis eine Eins vor dem Komma, die Durchschnittsnote beträgt 2,45. Franziska Danner wurde mit einer 1,1 Jahrgangsbeste, dicht gefolgt von Lukas Winter (1,2) und Thomas Jauck (1,3).

Wie engagiert die Abiturienten waren, zeigten auch die Ehrungen. Viele von ihnen waren Mitglied im Schulchor, -orchester oder der Big Band. Für "ihren außerordentlichen Einsatz" an der Schule bekamen Monika Winter, Gerhard Polifka und Florian Rauscher eine Urkunde. Darüber hinaus, so betonte Lipp, waren einige Absolventen an der Gründung der Arbeitskreise Liturgie und Solidarität beteiligt. "Mit unserer Hilfe konnte sich auch der fair-trade-Verkauf an unserer Schule etablieren."

Franz Xaver Engelmayer (1. Platz), Fabian Benkowitsch, Franziska Danner, Ann-Kathrin Geiger, Gerhard Polifka, Steffen Schwarz, Britta Uhl und Lukas Winter bekamen eine Prämierung vom Förderverein für ihre Facharbeit. Der Albonus-Preis des Elternbeirates ging an Britta Uhl. Zusätzlich erhielt Franziska Danner eine Anstecknadel für herausragende Leistungen im Latein-Abitur, Carolin Friegel und Franz Xaver Engelmayer wurden für ihre hervorragenden Leistungen im Physikabi ausgezeichnet.

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Schulleiter Hans Lautenbacher lobte die Abiturienten für ihren Gemeinschaftssinn und ihre Verantwortungsbereitschaft. Die jungen Menschen hätten ein lebendiges Beispiel dafür gegeben, dass Schule mehr ist, als ein reiner Unterrichtsbetrieb. "Wir entlassen Sie mit Charakter." Im Beisein von Pfarrerin Irene Friedrich und Stadtpfarrer Lothar Hartmann sagte der FDP-Landtagsabgeordnete Professor Georg Barfuß zu den Absolventen, in Deutschland gebe es nur einen Rohstoff - "und der sitzt zwischen unseren Ohren". Es sei wichtig, diesen zu nutzen.

Landrat Leo Schrell betonte, Lernen diene nicht nur dazu, ein Examen abzulegen. Ziel aller Bildung sei es auch, jungen Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, das Leben zu meistern. CSU-Bezirksrat und 2. Bürgermeister Helmuth Zengerle forderte die Absolventen auf, wandlungsfähig zu bleiben. Dass die Mütter und Väter der Absolventen ihr "Elternabi" mitgemacht hatten, darauf verwies Anneliese Schreitmüller, Vorsitzende des Elternbeirats. Und Dr. Hartmut Beckert, Vorsitzender des Fördervereins, erinnerte sich launig an seine Abiturfeier - die genau 25 Jahre her ist.

Für die Musik sorgten Eva Rabak, Florian Lipp, Florian Rauscher, Jasmin Weis, Gerhard Polifka und der Chor der Abiturienten.

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