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Landkreis Dillingen

07.11.2019

Ein erster Schritt zum Ausbau der B16

Mit dem Neubau der Anschlussstelle Gundelfingen–Peterswörth beginnt der dreistreifige Ausbau der B16 zwischen Günzburg und Lauingen.
Bild: Harald Paul (Symbol)

Plus Das Projekt soll bereits 2020 mit der Entschärfung der unfallträchtigen Anschlussstelle Gundelfingen–Peterswörth starten. Wie die Kosten aufgeteilt werden.

Der dreistreifige Ausbau der Bundesstraße 16 zwischen Günzburg und Lauingen stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung. Schon nächstes Jahr beginnt voraussichtlich der Ausbau der Anschlussstelle Gundelfingen–Peterswörth. Dazu sagte Landrat Leo Schrell: „Die Einmündung ist sehr unfallträchtig, deshalb sehe ich die jetzige Entwicklung positiv.“ Ein Kreisverkehr bindet die Kreisstraßen DLG 12 und DLG 17 höhenfrei an die B16 an. Roman Bauer vom Tiefbauamt erläuterte, dass das Staatliche Bauamt für die gesamte Planung, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung, Abrechnung und Vertragsabwicklung zuständig ist. Da die Kosten von rund fünf Millionen Euro zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Landkreis aufgeteilt werden, muss der Landkreis nach Abzug der möglichen Förderungen rund 577.000 Euro bezahlen. Davon müsste 40 Prozent die Stadt Gundelfingen übernehmen – der Beschluss steht noch aus. Somit plant der Landkreis insgesamt rund 350.000 Euro in die Haushalte 2020 und 2021 ein. Bis die gesamte B16 zwischen Günzburg und Lauingen dreistreifig ausgebaut ist, „werden noch einige Jahre ins Land ziehen“, sagte Schrell.

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Massive Einwände zur Planung der B16

Auf Nachfrage von Dietmar Bulling (SPD) erläuterte Landtagsabgeordneter Georg Winter, dass ursprünglich die gesamte Strecke von Lauingen bis Günzburg in einem Planfeststellungsverfahren erfasst werden sollte. Aufgrund massiver Einwände wurde dies jedoch eingestellt und es wurden mehrere Abschnitte gebildet. Nun liege auch das Okay aus Günzburg vor, dass bis kurz vor die Donaubrücke geplant werden dürfe.

Um die Planung ging es beim Abschnitt von der Anschlussstelle Faimingen/Echenbrunn (Kreisstraße DLG7), der aufgrund des relativ kurzen Abstandes bis zur Anschlussstelle Staatsstraße 2025 Lauingen dreistreifig mit einem zusätzlichen „Verflechtungsstreifen“ ausgebaut werden könnte. Damit könnten in diesem Bereich auch landwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen werden, die mit weniger als 60 Stundenkilometern unterwegs sind. Eine Voraussetzung wäre aber, dass die Brücke östlich der Spange Faimingen/Echenbrunn wegfällt. Die wird aber von den Landwirten, Radlern und Fußgängern gebraucht, welche in diesem Bereich die Wirtschaftswege und zwei beschrankte Bahnübergänge nutzen.

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Es wurde ein Konzept erarbeitet

In Abstimmung mit den Landwirten wurde inzwischen ein Konzept erarbeitet, wie künftig alle Flächen zwischen der Bahn und der B16 sowie alle nördlich der Bundesstraße liegenden Flächen über die Spange Faimingen/Echenbrunn erreicht werden können. Die bestehende Bahnbrücke und die Unterquerung der DLG7 im Einmündungsbereich DLG7/DLG28 könnten verbreitert werden, damit ein eigener Geh- und Radweg entsteht, was sehr kostenintensiv ist. Der Bund würde dies umsetzen. Aber nur, wenn der Landkreis diesen mit einem Geh- und Radweg von Echenbrunn nach Lauingen weiterführt.

Der Planung stimmte der Ausschuss zu, sofern die Städte Gundelfingen und Lauingen sich an den Kosten beteiligen. Mitbezahlen würde die Bahn, die großes Interesse daran hat, die beschrankten Bahnübergänge wegzubringen, aber einen Ersatzweg schaffen muss. Landrat Schrell sagte: „Das ist eine sehr gute Lösung, danke an den Abgeordneten.“ Georg Winter sieht dies als Anfang, schrittweise ein Radwegenetz im Bereich Lauingen aufzubauen. Dabei müsste auch an die Radler gedacht werden, die zum Bahnhof kommen wollen. „Ich bin froh, wenn wir als Basis für weitere Planungen einen Musterabschnitt hinbekommen, der keine Kraftfahrstraße ist und trotzdem die Qualität einer Bundesstraße hat.“

Fährt der landwirtschaftliche Verkehr durch Lauingen?

Bulling fragte nach einer Fortführung in Richtung Dillingen. Er befürchtet, dass sonst der gesamte landwirtschaftliche Verkehr durch Lauingen fahren wird. Claudia Stocker (FDP) fand die Planungen gut, bat jedoch darum, ein gesamtschlüssiges Konzept vorzulegen, bei dem auch das Teilstück mit Wohnbebauung und die Lärmbelastung der Anwohner einbezogen ist.

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