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Holzheim

25.02.2020

Ein letztes Holza Helau: So bunt war der Umzug in Holzheim

Die „Dummen Kinder“ war eine von 18 Fußgruppen beim Holzheimer Faschingsumzug. Die Männertruppe im edlen Zwirn flanierte zweimal an den Zuschauern vorbei und hatte sichtlich Spaß.

Plus Am Fastnachttag feiern die Menschen vom Aschberg den Faschingshöhepunkt.

Für viele Besucher steht fest: Der Holzheimer Faschingsumzug ist nicht nur aufgrund seines Datums der Höhepunkt der Faschingszeit im Landkreis Dillingen.

Unter den rund 2000 Zuschauern befinden sich auch zwei Pinguine – und Wiederholungstäter. Die beiden heißen Ulrike und Wolfgang Neidlinger, kommen aus Rieder und sind jedes Jahr beim Umzug. Das eher trübe Wetter macht den gestandenen Narren nichts aus. Eine weitere Spezies gibt es einige Meter weiter zu entdecken: Angelika Jung und Karin Hitzler sind vom Faschingsverein „Lama Drama Fristingen“ und haben sich passenderweise als Lamas verkleidet. Fasching in Holzheim heißt für sie einen gemütlichen und schönen Nachmittag zu verbringen. Tradition ist der Faschingsumzug mittlerweile auch für Familie Tamburino aus Gottmannshofen. Mutter Sandra und die Kinder Sophia und Fabrizio haben sichtlich Spaß´, die Süßigkeiten von den Fußgruppen zu fangen. Zwei Piraten namens Max und Luis stehen geduldig auf dem Bürgersteig und sind besonders effizient: Sie halten ihre Stoffbeutel weit auf. Auch ihre Eltern, Robert und Daniela Schaller, machen an Fasching gerne im „überschaubaren“ Holzheim halt. Noch beliebter als die bunten Bonbons sind die Frei-Pizzen von Peter Feistle. Das selbsternannte „Faschingsurgestein“ der Gemeinde macht „seit er laufen kann“ beim Faschingsumzug mit. Öde ist ihm nach 40 Jahren Fasching in Holzheim nicht.

Holzheims Zweiter Bürgermeister Simon Peter (links) und Peter Feistle, der seit sechs Jahren Pizzen während des Faschingsumzugs verschenkt.

Der Faschingsumzug für Groß und Klein

Seit 1954 gibt es den Faschingsumzug entlang der St.-Martin-Kirche. Seitdem wurde nicht nur die Straße asphaltiert, sondern auch die Faschingswagen wurden immer imposanter. „Größer dürfen die Wagen nicht mehr werden“, sagt Holzheims Zweiter Bürgermeister Simon Peter. Die Fahrzeuge könnten sonst schlecht wenden. Er selbst, verkleidet als Pirat, beobachtet mit Freude das rege Treiben. Vom Marienkäfer im Kinderwagen und Jugendlichen im Pilotenkostüm, bis hin zur faschingserfahrenen, älteren Generation ist jedes Alter vertreten.

Ein letztes Holza Helau: So bunt war der Umzug in Holzheim

Doch ist der Umzug für Jugendliche nicht nur eine Möglichkeit, am Nachmittag Alkohol zu trinken? Für Julian Rehm und Sebastian Häusler vom „Waikiki-Beach-Club Finningen“ ist dem nicht so. Klar hätten sie Spaß, doch den jungen Erwachsenen gehe es vor allem darum, gemeinsam etwas zu schaffen und ihren Wagen mit dem Motto „Sparta 300“ umzusetzen. Die Finninger hatten für ihren griechischen Tempel seit vergangenem Oktober Zeit und insgesamt 18 000 Euro investiert. Nach zehn Umzügen sind Rehm und Häusler traurig, dass der Fasching bereits wieder zu Ende geht. „Von mir aus könnte es weiter gehen“, scherzt Julian Rehm.

Nach eineinhalb Stunden Umzug geht es für die Mottowagen nicht direkt nach Hause. Neben dem Sportplatzgelände wird noch eine Weile gefeiert. Dabei schauen die Pferde des gegenüberliegenden Reiterhofes entspannt zu. Bei ihnen handelt es sich übrigens nicht um kostümierte Besucher.

Viele Bilder vom Umzug finden Sie hier.

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