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28.11.2017

Ein seltenes Jesuskind liegt in Höchstädt in der Krippe

Alle Figuren sind Unikate von Theobald Pollak.
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Alle Figuren sind Unikate von Theobald Pollak.

Theobald Pollak hat eine Leidenschaft: Er baut große Krippen. In einer Ausstellung in seinem Geschäft sind die Unikate zu sehen. Eine Figur fällt besonders ins Auge

Sie haben keine Gesichter. Kleine Flecken in den Farben Weiß und Schwarz sind wie ein kleines Mosaik zusammengebastelt. Ein silberner Löffel und eine alte Kuchenschaufel bilden das Gerüst der kleinen Figuren. Die kleinere von ihnen hält ein Baby in der Hand, die größere umklammert einen dünnen Holzstab. Die Zusammenstellung sieht abstrakt aus und dennoch ist sofort zu erkennen, dass es sich um Maria, Josef und das Jesuskind handelt. Theobald Pollak steht davor und zeigt mit seinem Zeigefinger auf die schwarze Plattform, auf der die Figuren stehen. „Das ist mal eine moderne Krippe. Ich habe sie aus verbrannten Holz gemacht. Das ist mal was anderes“, sagt Pollak und schmunzelt. Die Krippe ist nicht nur wegen ihres Materials besonders. Sie ist auch ihrer Größe wegen ein Hingucker.

Ab heutigen Dienstag können Kunden bei Theobald Pollak, Chef des gleichnamigen Juwelierladens direkt am Marktplatz in Höchstädt, diese modernen und traditionellen Krippen begutachten. Zwischen Uhren, Ohrringen und Kettchen stellt der 66-Jährige seine handgefertigten Werke aus – alles Unikate, allesamt eigenständig für sich. „Man braucht nichts mehr dazu, jede Krippe steht für sich. Für eine brauche ich circa hundert Stunden. Das muss einem Spaß machen“, sagt er und lacht. Denn bis vor ein paar Jahren hatte Pollak mit dieser Art von Hobby noch wenig am Hut.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist seine Krippenausstellung für Kunden und Besucher seines Schmuckladens kostenlos anzuschauen. Pollak sammelt dagegen auf freiwilliger Spendenbasis für die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung. „Das ist eine gute Sache und die Leute machen gerne mit“, sagt er. Wer Krippen erwerben will, kann dies.

Heuer lohnt sich der Besuch beim Juwelier noch ein wenig mehr. Denn der Höchstädter hat neben seinen Krippen ein weiteres Highlight in seinem Laden: Ein Jesuskind in der Krippe, das es so nur ganz wenige Male auf der Welt zu sehen gibt. Pollak erzählt: „1981 haben wir es der Mutter zugekauft, sie hat sich so etwas gewünscht. Jetzt habe ich das Jesuskindchen wieder rausgeholt und ausgestellt.“ Und er hat recherchiert. Denn dieses Jesuskind ist ganz besonders: Es wurde von dem Bildhauer Hans Heinzeller in Oberammergau angefertigt – und exakt die gleiche Figur steht unter anderem in der Westminster Abbey in London. Die Figur ist 40 Zentimeter groß und aus Lindenholz. „Es schaut einfach schön aus und hat definitiv nicht jeder. Deshalb ist das Jesuskind auch unverkäuflich.“

Damit das Jesuskind dementsprechend zur Geltung kommt, hat Theobald Pollak in den vergangenen Monaten noch ein passendes „Gerüst“ und Podest dazu gebaut. „Du bist einfach ein Künstler“, sagt Martina Roch von Schreibwaren Roch. Die Ladennachbarin am Marktplatz in Höchstädt beteiligt sich bei der Spendenaktion für die Kartei der Not. Sie setzt dabei ebenfalls auf Tradition: Sie verkauft ab heute in ihrem Laden kleine „Höchstädter Gugelhupf“. Den Erlös spendet sie ebenfalls unserem Leserhilfswerk. Und weil alle guten Dinge drei sind, ist auch Andrea Hurler von Trendfieber aus Höchstädt dabei – bei Schmuck Pollak stellt sie einige ihrer Deko-Artikel mit aus. „Das ist immer eine tolle Sache, so kommt dann auch Geld für die Kartei zusammen“, sagt Pollak.

Das Juweliergeschäft Pollak hat geöffnet: Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 8.30 bis 12 Uhr. Schreibwaren Roch hat täglich von 7.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr auf sowie am Samstag von 7.30 bis 12.30 Uhr.

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