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Tag der Museen

09.10.2017

Einblick in ein schwäbisches Kleinod

Mit Kreativität und viel Liebe zum Detail wurde die „Alte Leinölmühle“ von Holzheim seit dem Jahr 1990 von den neuen Besitzern kernsaniert und das Areal nach und nach einer neuen Nutzung zugeführt.
Bild: Horst von Weitershausen

Die „Alte Mühle Holzheim“ ist ein Anwesen mit bewegter Geschichte und Platz zum Durchatmen

Das Wetter war ideal: Der leichte Nieselregen lockte am gestrigen Sonntag die Besucher in die Museen im Landkreis. Beim offiziellen Tag der Museen waren zahlreiche Einrichtungen und Gebäude geöffnet und erlaubten den Interessierten ganz besondere Einblicke in historische Sammlungen und andere bedeutende Räume.

Und wenn noch ein Lüftchen von Natur, Geborgenheit und Zufriedenheit um die Nase weht, dann lässt so ein Museumstag keine Wünsche offen. So haben ihn gestern in jedem Fall zahlreiche Besucher der „Alten Mühle Holzheim“, die von den Besitzern unter den Klängen der Aschberger Alphornbläser geöffnet wurde, um ihnen die Historie und neue Nutzung des Areals näher zu bringen, erlebt.

Erstmals im Jahr 1364 urkundlich erwähnt, kann die Holzheimer „Alte Mühle“ auf eine wechselhafte Geschichte blicken. Ob wechselnde Landesherren oder Kriege, die Ölmühle überlebte, und das Mühlrad drehte sich, angetrieben vom Holzheimer Mühlbach unter den wechselnden Betreibern bis zu seinem Abbau nach dem Krieg im Jahr 1945, wusste Christiane Henzler, Besitzerin des Anwesens seit 1990 in ihrem Vortrag zu berichten. Mit Kreativität, Risikobereitschaft, Arbeitswillen und Spontanität wurden die Gebäude und innen und außen behutsam kernsaniert, ohne das Gegebene dabei zu zerstören“, erzählt Christiane Henzler, wobei die neue Nutzung des Areals auch noch den zukünftigen Generationen eine Zukunft geben sollte.

So hat die gelernte Gartenbau- und Landespflegerin im Jahr 2013, nach einer homöopathischen und heilpraktischen Ausbildung damit begonnen, Interessierten einen Raum für Seminare und Workshops in einem Wohlfühlambiente anzubieten. Darüber hinaus bietet sie ihren Gästen Zeit zum Durchatmen an, veranstaltet meditative Wegbetrachtungen, Landschaftsführungen, Kräuterwanderungen und Radl-Exkursionen, um vor allem den Stoffwechsel und dabei auch wieder alle Sinne anzukurbeln. Christiane Henzler hat unter die Überschrift ihres Projekts „Alte Mühle Holzheim“ den Satz „Seinen Weg finden“ gestellt, wobei auch Bücherlesungen, Liederabende, Qigong und Yoga-Workshops mit Fachdozenten als Wegbeschreibung angeboten werden.

Neben dem Angebot von Historie und Gegenwart in der alten Leinölmühle wurde am Sonntag den Besuchern auch Genuss geboten, sodass dieses schwäbische Kleinod zwischen Donautal und dem Naturpark Westliche Wälder den Besuchern sicher im Gedächtnis bleiben wird.

Neben der „Alten Mühle“ Holzheim hatten noch weitere alte Anwesen, bäuerliche Einrichtungen und Museen im Landkreis an diesem Tage ihre Pforten geöffnet. So am Nachmittag das Bauernhofmuseum der Familie Grandel in Binswangen, ebenso das Heimatmuseum im Schloss Wertingen mit Töpfervorführungen und Mitmachprogramm für Kinder und Jugendliche und die Kunstausstellung der Artothek. Für technikinteressierte Besucher hatten Radio- und Telefonmuseum sowie Ofenmuseum in Wertingen die Pforten geöffnet. Darüber hinaus wurde eine Führung durch das historische Pfarrhaus Lauterbach mit Kreisheimatpfleger Alois Sailer angeboten.

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